Antispe Sauerland

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Antispeziesismus? Ja klar!

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Stellungnahme von Tierbefreiung Hamburg zur Apel-Rede auf der Tierversuchsdemo in Bremen am 28.04.2012

AntispeGeschrieben von Antispe Sauerland 20 Mai, 2012 12:19:12

Mit diesem Schreiben nehmen wir Stellung zur Protestaktion gegen die Rede von Wolfgang Apel, den Übergriffen durch die Securities des Deutschen Tierschutzbundes und den zu erwartenden Reaktionen aus dem Tierschutz-Spektrum bezüglich unserer Aktion.

Hintergrund der Geschehnisse: Die Gruppe Tierbefreiung Hamburg hat sich, trotz deutlicher inhaltlicher Kritik an anderen teilnehmenden Gruppen, an den Protestaktionen gegen Tierversuche in Bremen beteiligt. In einem offenen Brief [1] an die Veranstalter Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) haben wir bereits im Vorfeld unseren Protest gegen Wolfgang Apel deutlich gemacht. Apel ist Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes und gleichzeitig Vorstandsvorsitzender von Neuland Fleisch. Somit ist er Teil der (Bio-)Fleischindustrie und legitimiert Gewalt an Tieren. Viele Gruppen (u.a. die Tierfreunde, Free Animal, Kreaktivisten) und Einzelpersonen aus der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung schlossen sich unserem offenen Brief durch eigene Protestschreiben an. Bereits in unserem offenen Brief machten wir deutlich: „Um es vorweg zu sagen und pauschalisierenden Befürchtungen den Wind aus den Segeln zu nehmen: Wir werden weder die Bühne stürmen, noch anderweitig die Rede aktiv verhindern.“

Was war passiert? Kurz nachdem Apel mit seiner Rede begonnen hatte, platzierten sich drei Aktive des Tierbefreiungsblocks mit Schildern vor der Bühne, um still und friedlich gegen Apel zu protestieren. Die Schilder stellten diejenigen Informationen über Apel bereit, die die VeranstalterInnen der Demonstration den TeilnehmerInnen schuldig blieben – dass Apel ein Vertreter der Fleischindustrie ist. Es bestand unter den Beteiligten der explizite Konsens, die Rede weder verbal zu stören, noch die Bühne zu besteigen oder sonst wie aktiv zu stören. Wir gingen davon aus, dass auch seitens der Ärzte gegen Tierversuche diese Geste als Deeskalation erkannt würde und Apel somit in Ruhe, aber nicht unkommentiert, die Rede beenden könnte. Wir betonen hiermit noch einmal, vor allem um möglichen Diffamierungen als Krawallmacher oder ähnlichem den Wind aus den Segeln zu nehmen, dass wir still und passiv die Rede kommentiert und in keiner Weise aggressiv oder lautstark eingegriffen haben, auch wenn wir vollstes Verständnis für AktivistInnen haben, die auch aktiv die Rede hätten verhindern wollen.

Nach wenigen Sekunden signalisierte die Anmelderin der Demonstration (von den ÄgT) jedoch dem eigens vom Deutschen Tierschutzbund angeheuerten privaten Sicherheitsdienst einzuschreiten, was dieser dann auch tat und den drei TierbefreierInnen die Schilder zu entreißen versuchte und sie gewaltsam zur Seite stieß. Erst auf Grund der Tatsache, dass Securities einer privaten Sicherheitsfirma von der Demoleitung auf die eigenen Leute angesetzt wurden, um diese gewaltsam von ihrem Protest abzuhalten, eskalierte die Situation kurzzeitig. Immer mehr Menschen gesellten sich hinzu, beschwerten sich lautstark über die Angriffe auf die Aktiven und machten nunmehr ihren Ärger über Apel deutlich, z.B. mit Parolen wie „Wer Tiere respektiert, der isst sie nicht“. Kurz darauf schritt auch die Polizei ein, nicht aber um die Demonstrationsfreiheit zu schützen und die Amtsanmaßung der Securities zu unterbinden, sondern um diese noch zu unterstützen. Polizei und der Sicherheitsdienst des Tierschutzbundes wurden somit von den Ärzten gegen Tierversuche auf TierrechtsaktivistInnen losgelassen, die gegen Apels Rolle als Vertreter der Fleischindustrie protestieren! Auch wenn wir normalerweise vor derlei Begriffen zurückschrecken, aber dies ist ein handfester Skandal!

Zum Umgang mit Kritik und dem Mythos des gemeinsamen Ziels Der Umgang mit unserer Kritik an der Demonstration ist dabei symptomatisch für die Tierschutzbewegung: Anstatt der Kritik inhaltlich zu begegnen, indem die eigene Kooperation mit der Fleischbranche verteidigt wird, wird zum Angriff gegen die Kritiker geblasen. Kritik wäre ‘Spaltung’ und von ihr würden lediglich unsere ‘gemeinsamen Gegner, die Vivisektoren’ profitieren. Dabei wird Wesentliches verwechselt: Wir legen lediglich den Finger in die Wunde, in dem wir auf den eklatanten Widerspruch hinweisen, einige Tiere (‘Versuchstiere’) zu ‘schützen’ und gleichzeitig andere (‘Nutztiere’) umzubringen. Anstelle nun die Wunde zu schließen wird der Finger attackiert.

Wir wollen an dieser Stelle deutlich machen: Wir haben nicht das gleiche Ziel wie die Tierschutzbewegung![2] Uns geht es um die Befreiung der Tiere aus der Herrschaft des Menschen, ihr geht es um eine Verbesserung ihrer Ausbeutungssituation, nicht aber um das Ende der Gewalt. Wenn diejenigen, die Tiermord durch ‘Bio’-mythen legitimieren, nicht mehr auf Demonstrationen erscheinen, empfinden wir dies als Erfolg, da wir unsere politischen Gegner nicht mehr in unseren eigenen Reihen befürchten müssen. Der traditionelle, politische Tierschutz ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Er hilft, Gewalthandlungen an Tieren zu legitimieren, solange diese unter ‘artgerechten’ oder ‘humanen’ Bedingungen erfolgen. Die Tierschutzbewegung hat es in über 100 Jahren nicht geschafft, das Ausmaß der Ausbeutung von Tieren grundsätzlich zu verringern, sondern im Gegenteil dazu beigetragen, Gewalthandlungen an Tieren noch weiter zu institutionalisieren. Uns ist bewusst, dass wir die Ausbeutung der Tiere nicht von heute auf morgen beenden können. Wird diese jedoch lediglich durch Reformen weiter sedimentiert, werden wir dieses Ziel nie erreichen. Letztendlich geht es Organisationen wie dem Tierschutzbund jedoch überhaupt nicht um ein Ende jeglicher Gewalt an Tieren, weshalb Entgegnungen, es handele sich lediglich um unterschiedliche Strategien bei der Verfolgung des gleichen Ziels, reine Ausflüchte sind. Es ist uns überdies viel an der Klarstellung gelegen, dass nicht wir die kurzzeitige Eskalation herbeigeführt haben, sondern die Ärzte gegen Tierversuche mit der Einladung Wolfgang Apels als Redner diese Eskalation bereits begonnen haben. Unsere Protestaktion war lediglich die logische und zu erwartende Konsequenz auf einen derartigen Affront gegen die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung. Der Versuch, speziesistischen Tierschutz und abolitionistische Tierbefreiungspositionen auf einer Veranstaltung harmonisch koexistieren zu lassen, war spätestens nach der Einladung Apels bereits objektiv zum Scheitern verurteilt.

Aufarbeitung und Ausblick Wir empfinden die Tatsache, dass uns unser stiller Protest gegen Apel nicht gewährt wurde und stattdessen ein Angriff auf TierrechtlerInnen von der Demoleitung in Auftrag gegeben wurde, als einen unfassbaren Angriff auf die Tierbefreiungsbewegung im Allgemeinen. Unser Vorhaben, eine diskursiv-kritische Stimmung zu erzeugen, wurde dadurch unterbunden und stattdessen eine Eskalation provoziert. Bei allem Verständnis für den Stress auf Seiten der Demoleitung, sind die Ärzte gegen Tierversuche durch ihr Handeln deutlich zu weit gegangen und haben selbst Mindeststandards kritischer Debattenkultur völlig missachtet.

Menschen, die aktiv und offensiv Gewalt an Tieren befürworten und legitimieren, haben auf Demonstrationen gegen Tierversuche nichts zu suchen! Private Sicherheitsfirmen haben auf Demos ebenso nichts zu suchen. Interne Konflikte dürfen nicht durch Außenstehende unterdrückt werden!

Die Ereignisse vom 28.04.2012 haben uns noch einmal in unserem Willen bestätigt, für die Befreiung der Tiere zu kämpfen. Wir werden uns nicht in diesem Kampf aufhalten lassen, weder von angeheuerten ‘Securities’ noch von Diffamierungen unserer Kritik oder anderen Repressalien. Wir sind es den Tieren schuldig, immer wieder für ihre Befreiung auf die Straße zu gehen und dort auch diejenigen zu kritisieren, die ihre Ausbeutung durch Tierschutzmythen verfestigen wollen.

Die Zeit des Tierschutzes ist abgelaufen. Die Tiere warten auf ihre Befreiung! Bis jeder Käfig leer steht Tierbefreiung Hamburg, April 2012

[1] http://www.tierbefreiung-hamburg.org/archives/1203 [2] Vgl. hierzu unseren Redebeitrag auf der Demo am 28.04. http://www.tierbefreiung-hamburg.org/archives/1227

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Gegen die Messe "Reiten, Jagen, Fischen"

JagdGeschrieben von Admin 22 Jan, 2012 12:49:37
Wie jedes Jahr findet auch dieses Jahr am 24. März 2012 eine Demo gegen die Messe "Reiten - Jagen - Fischen" in Erfurt statt. Die Demonstration wird 12:30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz beginnen (also am besten 12 Uhr schon kommen) und durch die Stadt führen. Dort werden wir vor verschiedenen Geschäften, die mit Tieren Profit machen, Zwischenstops einlegen und durch Redebeiträge der Öffentlichkeit zeigen, dass wir nicht gewillt sind Tierausbeutung und Naturzerstörung hinzunehmen und somit auch für ein friedliches Zusammenleben auf der Erde eintreten. Am Ende geht es hoch zur Messe, wo dann noch einmal eine Kundgebung stattfinden wird.
Für den Demozug und das Demoende auf dem Messegelände würden wir uns freuen, wenn sich Leute finden, die diesen Protest mit Redebeiträge und kreativen Aktionen unterstützen.

Hintergrund: Seid vielen Jahren findet in Erfurt die Messe "Reiten, Jagen, Fischen" statt, indem dort
Jäger, Angler und sogenannte Pferdeliebhaber sich treffen, um ihre Trophähen zu kühren, sich mit neuen Waffen einzudecken und es in einer Volksfeststimmung zu zelebrieren.

Grund genug um ihr Hobby und Naturschutz, als was sie es tarnen, ins Licht der Öffentlichkeit zu ziehen und zu zeigen, was es wirklich ist: Nämlich nichts weiter als "die Erfurcht vor dem Leben", wie es Albert Schweizer ausgedrückt hat, mit den Füßen zu treten, Beute zu machen und Herrschaft über Tiere und Natur auszuüben.

Weitere Infos: http://rjf.antispe-arge.org/

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Antispe Kongress Hannover

AntispeGeschrieben von Antispe Sauerland 18 Nov, 2011 11:10:40
Vom 07.-10.08.08 fand in Hannover der Antispe Kongress statt. Die Schwarze Katze hat dort einen Workshop angeboten und die Tage für eine Städtefahrt Hannover genutzt, um sich die Graffitis der niedersächsischen Landeshauptstadt einmal näher anzuschauen. Dazu gibt es eine Fotoseite: http://schwarze.katze.dk/fotos/070808.html

Plakat zum Antispe Kongress Hannover, Foto: Schwarze Katze, 07.-10.08.08

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Aufruf zu den Tierbefreiungstagen Hamburg

AntispeGeschrieben von Admin 11 Okt, 2011 11:48:26
Aus der Problematik heraus, dass sich für den Tierbefreiungskongress
2011 keine Orga-Gruppe gefunden hat, und auf Grund der gleichzeitigen
Notwendigkeit einer Reflexion der eigenen Bewegung, entstand die Idee
einer Alternativveranstaltung in Hamburg.

Vom 13.-15.Januar 2012 werden daher in Hamburg Tierbefreiungstage
stattfinden, die zwar nicht den alljährlichen Tierbefreiungskongress
ersetzen können, aber AktivistInnen dennoch Raum und Zeit zur
Vernetzung, Reflexion und Diskussion bieten sollen, die dringend
benötigt wird.
Der Ist-Zustand unserer Bewegung bringt zahlreiche Probleme mit sich,
die unsere Handlungsfähigkeiten, unser politisches Wirken und den
Einfluss, den wir auf unsere Gesellschaft haben können, stark
einschränken. An diesem Wochenende wollen wir gemeinsam nach Gründen und
Lösungsmöglichkeiten suchen. Wir werden kaum den Anspruch haben können,
alle Probleme zu beseitigen, seien sie strukturell bedingt oder
inhaltlicher Natur. Dennoch wollen wir unter dem Berg an reflexiven
Aufgaben und Auseinandersetzungen nicht in die Knie gehen, sondern
diesen im Gegensatz als Motivation und Ansporn nehmen, innezuhalten und
uns mit uns selber als sozialer Bewegung beschäftigen. Wir möchten
gemeinsam wirksame Praxismöglichkeiten entwickeln und erörtern, wie wir
gesellschaftlich mehr an Bedeutung gewinnen.

Um mit der begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit möglichst adäquat
umzugehen, wird die inhaltliche Auseinandersetzung an diesem Wochenende
auf die zwei großen Themenkomplexe „Struktur“ und „Profil“ reduziert.
Zum Einen wollen wir uns also mit der Struktur unserer Bewegung
beschäftigen, sowie mit der Frage, welche inneren und äußeren Faktoren
eine so starke Fluktuation, wie sie gegenwärtig unsere Bewegung
durchzieht, beeinflussen. Es bringt notgedrungen einige Schwierigkeiten
mit sich, wenn immer wieder LangzeitaktivistInnen weg brechen und große
Lücken hinterlassen. Gleichzeitig haben viele „neue Leute“ Probleme sich
einzubringen, obwohl doch gerade das persönliche Sich-Einbringen eine
Bewegung am Leben hält und somit existentiell ist. Es soll diskutiert
werden, ob Strategien entwickelt werden können, um der Fluktuation
entgegenzuwirken, wie Wissen und Kompetenzen besser vermittelt und
weitergegeben werden können und wie eine Professionalisierung in
diversen Bereichen der alltäglichen Tierbefreiungsarbeit erreicht werden
kann.

Mit dem zweiten Themenkomplex wollen wir ein stärkeres Bewusstsein für
das Profil unserer Bewegung erarbeiten, das bisher immer wieder
Abgrenzungsschwierigkeiten zum Tierschutz aufgewiesen hat oder zum
bloßen „Vegan Lifestyle“ verkommen ist und durch den prinzipiellen
Mangel an einer klaren Positionierung im politischen und
gesellschaftlichen Diskurs geprägt ist. Doch wir wollen uns nicht nur
die Frage stellen, was wir sind und von wem wir uns abgrenzen, sondern
auch mögliche Bündnispartner in Erwägung ziehen.

Wir erhoffen uns ein spannendes und produktives Wochenende, freuen uns
darauf, wenn sich neue Leute in bestehende Reflexionsdebatten einbringen
und Erfahrungen und Einschätzungen mit „alten Hasen“ ausgetauscht
werden. Die Fragen, die an diesem Wochenende aufgeworfen werden sollen,
werden zum Teil kontroverse Positionen hervorrufen. Wir sehen darin
jedoch kein Problem oder Hindernis, sondern eine Chance, gemeinsam
Positionen zu prüfen und weiter zu entwickeln. Daher wünschen wir uns
eine möglichst breite Teilnahme aus allen Spektren der Tierrechts- und
Tierbefreiungsbewegung, um die drängenden Probleme auch wirklich als
Bewegung besprechen zu können.

Wir wollen mit diesem Wochenende einen weiteren Schritt zur Ausbildung
unserer Strukturen schaffen, um eine offensivere und erfolgreichere
Praxis entwickeln zu können. Lasst uns gemeinsam eine kämpferische und
einflussreiche soziale Bewegung gestalten!


Das Organisationsteam der Tierbefreiungstage in Hamburg


Weitere Infos bald auf www.tierbefreiungskongress.org

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Antispe Aachen zum herrschaftskritischen Tierbefreiungs-Block

AntispeGeschrieben von Admin 14 Sep, 2011 08:28:11
Hinein in den herrschaftskritischen Tierbefreiungs-Block bei der Demo am 1.Oktober 2011

Aufruf
Für die Demonstration gegen die Pelzindustrie und gegen die Nerzfarm-Orsbach am 1. Oktober wird von TierbefreiungsaktivistInnen zu einem herrschaftskritischen und antikapitalistischen Tierbefreiungs-Block mobilisiert. Damit soll sich klar und deutlich von den Positionen der „TierschützerInnen“ und selbsternannten „TierliebhaberInnen“ abgegrenzt werden, deren Einsatz für die Tiere lediglich ein inkonsequentes Lippenbekenntnis ist und die Situation der Tiere bei der Betrachtung einer langfristigen Perspektive kein bisschen verbessert.

Denn was die „Tierschützer“ gerne ausblenden: Nicht nur für Pelzprodukte werden Tiere gequält. Egal ob für Milch, Eier, Fleisch, Leder oder Fisch: Für alle diese „Produkte“ werden Tiere der Freiheit beraubt, in winzige Käfige gesperrt, gequält und letztendlich für Profit und Gaumen ermordet.

Sich dafür einzusetzen, dass die Tiere unter besseren Bedingungen gehalten werden, ist ein deutlicher Zuspruch für die Legitimation des Tiermordes durch die Tierausbeutungsindustrie, denn es beinhaltet immer noch ein Recht auf Töten. Vereine und Gruppierungen wie beispielsweise „Die Tierfreunde“, „Vier Pfoten“ oder die sich derzeit in der Auflösung befindenden „Tierversuchsgegner Aachen“ setzen sich zwar für eine Verbesserung der Haltungsbedingungen der sog. „Nutz“tiere ein, wir TierbefreierInnen aber fordern ein komplettes Ende der Haltung von lebenden Individuen für den Konsum.
Deshalb wollen wir am 1.Oktober 2011 nicht nur gegen die Pelzindustrie, sondern gegen jegliche Tierausbeutung auf die Straße gehen!

Wir wollen uns klar abgrenzen und unsere Sicht der Dinge auf die Straße tragen!

Wie es sowohl beim Antispe Action-Day in Frankfurt (a.M.) im März, als auch vor wenigen Tagen am 10.September bei der Köln-Pelzfrei-Demo gezeigt wurde, ist ein herrschaftskritischer Block möglich. Sowohl in Frankfurt als auch in Köln wurde klar, dass Tierbefreiung nichts mit der Verbesserung der Haltungsbedingungen zu tun hat und dass „TierschützerInnen“ und TierbefreierInnen nicht sonderlich viel gemeinsam haben!
Was allerdings auch deutlich wurde ist, dass bei einem konsequenten und energischen Block wie in Frankfurt die Haltung der Teilnehmenden deutlicher vermittelt wurde als beispielsweise in Köln.

Der herrschaftskritische Block, der in Frankfurt auf der Straße war, machte deutlich: Antispe verlangt, sich klar antispeziesistisch zu positionieren! Antispe verlangt, antifaschistisch Position zu beziehen! Antispe verlangt antikapitalistisch zu sein! Und die Antispe lässt sich nicht von willkürlichen Polizeischikanen des BFE beeindrucken!
Anders in Köln: Es gab keinen Block, stattdessen einen Demonstrationszug mit metergroßen Lücken zwischen den Transparenten, die der Polizei repressive Übergriffe zu einem Kinderspiel hätten machen können. Zwei Personen erhielten eine Anzeige wegen vermeintlich gefährlicher Körperverletzung durch die „unsachgemäße Handhabung eines Megaphons“. Auch diese schikanöse Maßnahme der Polizei hätte durch das Entgegenwirken eines entschlossenen und solidarischen Blockes mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Erfolg gehabt.

Die deutlich antispeziesistische Haltung der Demospitze wurde zwar sehr klar rübergebracht, es gab aber keinerlei Raum für spontane Aktionen und ein offensives Auftreten war auch nicht zu spüren und der Tierbefreiungs-Block ging fließend in den Rest der Demonstration über, wodurch eine strikte Trennung leider verunmöglicht wurde. Ein von dem Block ausgehendes antisexismus-Statement mittels Parolen änderte nichts daran, dass zum Teil Sexistische Anti-Pelz-Plakate (von Peta u.a.) nahezu übergangslos in die Demospitze übergingen.

In Aachen soll das anders sein!
Wir rufen nicht zu einem „Black Block“ auf, werden aber auch nicht die Bildung eines solchen wie in Köln unterbinden! Es soll vorne einen entschlossenen und geschlossenen Block geben, der es den „TierschützerInnen“ unmöglich macht, ihre Position mit der unseren verschleiert zu vermischen. Wir wollen mit vielen Transparenten einen sowohl vorne, als auch an den Seiten dicht geschlossenen Block bilden, um Repression und Schikane durch die Polizei zu unterbinden, egal wie groß der Block sein wird!

Der herrschaftskritische Block soll sich sowohl durch seine eindeutige Tierbefreiungs-Position, als auch durch eine klare antifaschistische Haltung auszeichnen!

Das Ganze ist ein erster und längst überfälliger Versuch bei den Demonstrationen gegen die Nerzfarm-Orsbach Herrschaftskritik mit einzubringen und diese Schritt für Schritt zu etablieren.

Radikal und militant – Antispe heißt Widerstand! Für die Befreiung von Mensch und Tier!

Demonstration am 1.Oktober 2011 – Beginn um 11.30 Uhr – Willy-Brandt-Platz (Kugelbrunnen) in Aachen

Flyer können unter antispeaachen[at]yahoo.de kostenlos bestellt werden!

Quelle: aktive-antispe-aachen.myblog.de



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