Antispe Sauerland

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Antispeziesismus? Ja klar!

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Aufruf zu den Tierbefreiungstagen Hamburg

AntispeGeschrieben von Admin 11 Okt, 2011 11:48:26
Aus der Problematik heraus, dass sich für den Tierbefreiungskongress
2011 keine Orga-Gruppe gefunden hat, und auf Grund der gleichzeitigen
Notwendigkeit einer Reflexion der eigenen Bewegung, entstand die Idee
einer Alternativveranstaltung in Hamburg.

Vom 13.-15.Januar 2012 werden daher in Hamburg Tierbefreiungstage
stattfinden, die zwar nicht den alljährlichen Tierbefreiungskongress
ersetzen können, aber AktivistInnen dennoch Raum und Zeit zur
Vernetzung, Reflexion und Diskussion bieten sollen, die dringend
benötigt wird.
Der Ist-Zustand unserer Bewegung bringt zahlreiche Probleme mit sich,
die unsere Handlungsfähigkeiten, unser politisches Wirken und den
Einfluss, den wir auf unsere Gesellschaft haben können, stark
einschränken. An diesem Wochenende wollen wir gemeinsam nach Gründen und
Lösungsmöglichkeiten suchen. Wir werden kaum den Anspruch haben können,
alle Probleme zu beseitigen, seien sie strukturell bedingt oder
inhaltlicher Natur. Dennoch wollen wir unter dem Berg an reflexiven
Aufgaben und Auseinandersetzungen nicht in die Knie gehen, sondern
diesen im Gegensatz als Motivation und Ansporn nehmen, innezuhalten und
uns mit uns selber als sozialer Bewegung beschäftigen. Wir möchten
gemeinsam wirksame Praxismöglichkeiten entwickeln und erörtern, wie wir
gesellschaftlich mehr an Bedeutung gewinnen.

Um mit der begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit möglichst adäquat
umzugehen, wird die inhaltliche Auseinandersetzung an diesem Wochenende
auf die zwei großen Themenkomplexe „Struktur“ und „Profil“ reduziert.
Zum Einen wollen wir uns also mit der Struktur unserer Bewegung
beschäftigen, sowie mit der Frage, welche inneren und äußeren Faktoren
eine so starke Fluktuation, wie sie gegenwärtig unsere Bewegung
durchzieht, beeinflussen. Es bringt notgedrungen einige Schwierigkeiten
mit sich, wenn immer wieder LangzeitaktivistInnen weg brechen und große
Lücken hinterlassen. Gleichzeitig haben viele „neue Leute“ Probleme sich
einzubringen, obwohl doch gerade das persönliche Sich-Einbringen eine
Bewegung am Leben hält und somit existentiell ist. Es soll diskutiert
werden, ob Strategien entwickelt werden können, um der Fluktuation
entgegenzuwirken, wie Wissen und Kompetenzen besser vermittelt und
weitergegeben werden können und wie eine Professionalisierung in
diversen Bereichen der alltäglichen Tierbefreiungsarbeit erreicht werden
kann.

Mit dem zweiten Themenkomplex wollen wir ein stärkeres Bewusstsein für
das Profil unserer Bewegung erarbeiten, das bisher immer wieder
Abgrenzungsschwierigkeiten zum Tierschutz aufgewiesen hat oder zum
bloßen „Vegan Lifestyle“ verkommen ist und durch den prinzipiellen
Mangel an einer klaren Positionierung im politischen und
gesellschaftlichen Diskurs geprägt ist. Doch wir wollen uns nicht nur
die Frage stellen, was wir sind und von wem wir uns abgrenzen, sondern
auch mögliche Bündnispartner in Erwägung ziehen.

Wir erhoffen uns ein spannendes und produktives Wochenende, freuen uns
darauf, wenn sich neue Leute in bestehende Reflexionsdebatten einbringen
und Erfahrungen und Einschätzungen mit „alten Hasen“ ausgetauscht
werden. Die Fragen, die an diesem Wochenende aufgeworfen werden sollen,
werden zum Teil kontroverse Positionen hervorrufen. Wir sehen darin
jedoch kein Problem oder Hindernis, sondern eine Chance, gemeinsam
Positionen zu prüfen und weiter zu entwickeln. Daher wünschen wir uns
eine möglichst breite Teilnahme aus allen Spektren der Tierrechts- und
Tierbefreiungsbewegung, um die drängenden Probleme auch wirklich als
Bewegung besprechen zu können.

Wir wollen mit diesem Wochenende einen weiteren Schritt zur Ausbildung
unserer Strukturen schaffen, um eine offensivere und erfolgreichere
Praxis entwickeln zu können. Lasst uns gemeinsam eine kämpferische und
einflussreiche soziale Bewegung gestalten!


Das Organisationsteam der Tierbefreiungstage in Hamburg


Weitere Infos bald auf www.tierbefreiungskongress.org

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