Antispe Sauerland

Antispe Sauerland

Antispeziesismus? Ja klar!

Antispe Sauerland c/o Schwarze Katze, Postfach 41 20, 58664 Hemer
e-mail: antispe[ättt]katze.dk - web: http://antispe.katze.dk

Gegen die Messe "Reiten, Jagen, Fischen"

JagdGeschrieben von Admin 22 Jan, 2012 12:49:37
Wie jedes Jahr findet auch dieses Jahr am 24. März 2012 eine Demo gegen die Messe "Reiten - Jagen - Fischen" in Erfurt statt. Die Demonstration wird 12:30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz beginnen (also am besten 12 Uhr schon kommen) und durch die Stadt führen. Dort werden wir vor verschiedenen Geschäften, die mit Tieren Profit machen, Zwischenstops einlegen und durch Redebeiträge der Öffentlichkeit zeigen, dass wir nicht gewillt sind Tierausbeutung und Naturzerstörung hinzunehmen und somit auch für ein friedliches Zusammenleben auf der Erde eintreten. Am Ende geht es hoch zur Messe, wo dann noch einmal eine Kundgebung stattfinden wird.
Für den Demozug und das Demoende auf dem Messegelände würden wir uns freuen, wenn sich Leute finden, die diesen Protest mit Redebeiträge und kreativen Aktionen unterstützen.

Hintergrund: Seid vielen Jahren findet in Erfurt die Messe "Reiten, Jagen, Fischen" statt, indem dort
Jäger, Angler und sogenannte Pferdeliebhaber sich treffen, um ihre Trophähen zu kühren, sich mit neuen Waffen einzudecken und es in einer Volksfeststimmung zu zelebrieren.

Grund genug um ihr Hobby und Naturschutz, als was sie es tarnen, ins Licht der Öffentlichkeit zu ziehen und zu zeigen, was es wirklich ist: Nämlich nichts weiter als "die Erfurcht vor dem Leben", wie es Albert Schweizer ausgedrückt hat, mit den Füßen zu treten, Beute zu machen und Herrschaft über Tiere und Natur auszuüben.

Weitere Infos: http://rjf.antispe-arge.org/

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Aufruf zu den Tierbefreiungstagen Hamburg

AntispeGeschrieben von Admin 11 Okt, 2011 11:48:26
Aus der Problematik heraus, dass sich für den Tierbefreiungskongress
2011 keine Orga-Gruppe gefunden hat, und auf Grund der gleichzeitigen
Notwendigkeit einer Reflexion der eigenen Bewegung, entstand die Idee
einer Alternativveranstaltung in Hamburg.

Vom 13.-15.Januar 2012 werden daher in Hamburg Tierbefreiungstage
stattfinden, die zwar nicht den alljährlichen Tierbefreiungskongress
ersetzen können, aber AktivistInnen dennoch Raum und Zeit zur
Vernetzung, Reflexion und Diskussion bieten sollen, die dringend
benötigt wird.
Der Ist-Zustand unserer Bewegung bringt zahlreiche Probleme mit sich,
die unsere Handlungsfähigkeiten, unser politisches Wirken und den
Einfluss, den wir auf unsere Gesellschaft haben können, stark
einschränken. An diesem Wochenende wollen wir gemeinsam nach Gründen und
Lösungsmöglichkeiten suchen. Wir werden kaum den Anspruch haben können,
alle Probleme zu beseitigen, seien sie strukturell bedingt oder
inhaltlicher Natur. Dennoch wollen wir unter dem Berg an reflexiven
Aufgaben und Auseinandersetzungen nicht in die Knie gehen, sondern
diesen im Gegensatz als Motivation und Ansporn nehmen, innezuhalten und
uns mit uns selber als sozialer Bewegung beschäftigen. Wir möchten
gemeinsam wirksame Praxismöglichkeiten entwickeln und erörtern, wie wir
gesellschaftlich mehr an Bedeutung gewinnen.

Um mit der begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit möglichst adäquat
umzugehen, wird die inhaltliche Auseinandersetzung an diesem Wochenende
auf die zwei großen Themenkomplexe „Struktur“ und „Profil“ reduziert.
Zum Einen wollen wir uns also mit der Struktur unserer Bewegung
beschäftigen, sowie mit der Frage, welche inneren und äußeren Faktoren
eine so starke Fluktuation, wie sie gegenwärtig unsere Bewegung
durchzieht, beeinflussen. Es bringt notgedrungen einige Schwierigkeiten
mit sich, wenn immer wieder LangzeitaktivistInnen weg brechen und große
Lücken hinterlassen. Gleichzeitig haben viele „neue Leute“ Probleme sich
einzubringen, obwohl doch gerade das persönliche Sich-Einbringen eine
Bewegung am Leben hält und somit existentiell ist. Es soll diskutiert
werden, ob Strategien entwickelt werden können, um der Fluktuation
entgegenzuwirken, wie Wissen und Kompetenzen besser vermittelt und
weitergegeben werden können und wie eine Professionalisierung in
diversen Bereichen der alltäglichen Tierbefreiungsarbeit erreicht werden
kann.

Mit dem zweiten Themenkomplex wollen wir ein stärkeres Bewusstsein für
das Profil unserer Bewegung erarbeiten, das bisher immer wieder
Abgrenzungsschwierigkeiten zum Tierschutz aufgewiesen hat oder zum
bloßen „Vegan Lifestyle“ verkommen ist und durch den prinzipiellen
Mangel an einer klaren Positionierung im politischen und
gesellschaftlichen Diskurs geprägt ist. Doch wir wollen uns nicht nur
die Frage stellen, was wir sind und von wem wir uns abgrenzen, sondern
auch mögliche Bündnispartner in Erwägung ziehen.

Wir erhoffen uns ein spannendes und produktives Wochenende, freuen uns
darauf, wenn sich neue Leute in bestehende Reflexionsdebatten einbringen
und Erfahrungen und Einschätzungen mit „alten Hasen“ ausgetauscht
werden. Die Fragen, die an diesem Wochenende aufgeworfen werden sollen,
werden zum Teil kontroverse Positionen hervorrufen. Wir sehen darin
jedoch kein Problem oder Hindernis, sondern eine Chance, gemeinsam
Positionen zu prüfen und weiter zu entwickeln. Daher wünschen wir uns
eine möglichst breite Teilnahme aus allen Spektren der Tierrechts- und
Tierbefreiungsbewegung, um die drängenden Probleme auch wirklich als
Bewegung besprechen zu können.

Wir wollen mit diesem Wochenende einen weiteren Schritt zur Ausbildung
unserer Strukturen schaffen, um eine offensivere und erfolgreichere
Praxis entwickeln zu können. Lasst uns gemeinsam eine kämpferische und
einflussreiche soziale Bewegung gestalten!


Das Organisationsteam der Tierbefreiungstage in Hamburg


Weitere Infos bald auf www.tierbefreiungskongress.org

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Antispe Aachen zum herrschaftskritischen Tierbefreiungs-Block

AntispeGeschrieben von Admin 14 Sep, 2011 08:28:11
Hinein in den herrschaftskritischen Tierbefreiungs-Block bei der Demo am 1.Oktober 2011

Aufruf
Für die Demonstration gegen die Pelzindustrie und gegen die Nerzfarm-Orsbach am 1. Oktober wird von TierbefreiungsaktivistInnen zu einem herrschaftskritischen und antikapitalistischen Tierbefreiungs-Block mobilisiert. Damit soll sich klar und deutlich von den Positionen der „TierschützerInnen“ und selbsternannten „TierliebhaberInnen“ abgegrenzt werden, deren Einsatz für die Tiere lediglich ein inkonsequentes Lippenbekenntnis ist und die Situation der Tiere bei der Betrachtung einer langfristigen Perspektive kein bisschen verbessert.

Denn was die „Tierschützer“ gerne ausblenden: Nicht nur für Pelzprodukte werden Tiere gequält. Egal ob für Milch, Eier, Fleisch, Leder oder Fisch: Für alle diese „Produkte“ werden Tiere der Freiheit beraubt, in winzige Käfige gesperrt, gequält und letztendlich für Profit und Gaumen ermordet.

Sich dafür einzusetzen, dass die Tiere unter besseren Bedingungen gehalten werden, ist ein deutlicher Zuspruch für die Legitimation des Tiermordes durch die Tierausbeutungsindustrie, denn es beinhaltet immer noch ein Recht auf Töten. Vereine und Gruppierungen wie beispielsweise „Die Tierfreunde“, „Vier Pfoten“ oder die sich derzeit in der Auflösung befindenden „Tierversuchsgegner Aachen“ setzen sich zwar für eine Verbesserung der Haltungsbedingungen der sog. „Nutz“tiere ein, wir TierbefreierInnen aber fordern ein komplettes Ende der Haltung von lebenden Individuen für den Konsum.
Deshalb wollen wir am 1.Oktober 2011 nicht nur gegen die Pelzindustrie, sondern gegen jegliche Tierausbeutung auf die Straße gehen!

Wir wollen uns klar abgrenzen und unsere Sicht der Dinge auf die Straße tragen!

Wie es sowohl beim Antispe Action-Day in Frankfurt (a.M.) im März, als auch vor wenigen Tagen am 10.September bei der Köln-Pelzfrei-Demo gezeigt wurde, ist ein herrschaftskritischer Block möglich. Sowohl in Frankfurt als auch in Köln wurde klar, dass Tierbefreiung nichts mit der Verbesserung der Haltungsbedingungen zu tun hat und dass „TierschützerInnen“ und TierbefreierInnen nicht sonderlich viel gemeinsam haben!
Was allerdings auch deutlich wurde ist, dass bei einem konsequenten und energischen Block wie in Frankfurt die Haltung der Teilnehmenden deutlicher vermittelt wurde als beispielsweise in Köln.

Der herrschaftskritische Block, der in Frankfurt auf der Straße war, machte deutlich: Antispe verlangt, sich klar antispeziesistisch zu positionieren! Antispe verlangt, antifaschistisch Position zu beziehen! Antispe verlangt antikapitalistisch zu sein! Und die Antispe lässt sich nicht von willkürlichen Polizeischikanen des BFE beeindrucken!
Anders in Köln: Es gab keinen Block, stattdessen einen Demonstrationszug mit metergroßen Lücken zwischen den Transparenten, die der Polizei repressive Übergriffe zu einem Kinderspiel hätten machen können. Zwei Personen erhielten eine Anzeige wegen vermeintlich gefährlicher Körperverletzung durch die „unsachgemäße Handhabung eines Megaphons“. Auch diese schikanöse Maßnahme der Polizei hätte durch das Entgegenwirken eines entschlossenen und solidarischen Blockes mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Erfolg gehabt.

Die deutlich antispeziesistische Haltung der Demospitze wurde zwar sehr klar rübergebracht, es gab aber keinerlei Raum für spontane Aktionen und ein offensives Auftreten war auch nicht zu spüren und der Tierbefreiungs-Block ging fließend in den Rest der Demonstration über, wodurch eine strikte Trennung leider verunmöglicht wurde. Ein von dem Block ausgehendes antisexismus-Statement mittels Parolen änderte nichts daran, dass zum Teil Sexistische Anti-Pelz-Plakate (von Peta u.a.) nahezu übergangslos in die Demospitze übergingen.

In Aachen soll das anders sein!
Wir rufen nicht zu einem „Black Block“ auf, werden aber auch nicht die Bildung eines solchen wie in Köln unterbinden! Es soll vorne einen entschlossenen und geschlossenen Block geben, der es den „TierschützerInnen“ unmöglich macht, ihre Position mit der unseren verschleiert zu vermischen. Wir wollen mit vielen Transparenten einen sowohl vorne, als auch an den Seiten dicht geschlossenen Block bilden, um Repression und Schikane durch die Polizei zu unterbinden, egal wie groß der Block sein wird!

Der herrschaftskritische Block soll sich sowohl durch seine eindeutige Tierbefreiungs-Position, als auch durch eine klare antifaschistische Haltung auszeichnen!

Das Ganze ist ein erster und längst überfälliger Versuch bei den Demonstrationen gegen die Nerzfarm-Orsbach Herrschaftskritik mit einzubringen und diese Schritt für Schritt zu etablieren.

Radikal und militant – Antispe heißt Widerstand! Für die Befreiung von Mensch und Tier!

Demonstration am 1.Oktober 2011 – Beginn um 11.30 Uhr – Willy-Brandt-Platz (Kugelbrunnen) in Aachen

Flyer können unter antispeaachen[at]yahoo.de kostenlos bestellt werden!

Quelle: aktive-antispe-aachen.myblog.de



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Fotos Veggie Street Day Dortmund 2011

veganGeschrieben von Admin 08 Sep, 2011 08:10:55
56 Fotos vom Veggie Street Day, welcher am 13.08.11 in Dortmund stattfand, sind nun online: http://schwarze.katze.dk/fotos/130811.html
Kein Gott, kein Staat, kein Fleischsalat!
Foto: Schwarze Katze, 13.08.11, Veggie Street Day Dortmund.

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Aufruf zum Tierbefreiungsblock bei der Köln Pelzfrei 2011

AntispeGeschrieben von Admin 02 Sep, 2011 07:22:23
Wir, Tierbefreiungsaktivist_innen aus NRW, rufen zu einem Tierbefreiungsblock für die Köln Pelzfrei am 10. September 2011 auf!

Wir wollen keine größeren Käfige oder humaneres Töten, wir wollen nicht die alleinige Abschaffung von „Pelz“, sondern die gesamte Abschaffung der Ausbeutung von Tieren.

Wie die übrigen Demonstrationsteilnehmer_innen wollen wir das Ende jedes „Pelzhandels“, die Schließung von „Pelzfarmen“, etc. Im Aufruf der Tierrechtsinitiative Köln (TiK) – Hauptveranstalterin der „Köln - pelzfrei“ – heißt es zudem: „Unser […] Protest wird sich auch gegen andere Tierausbeutungsbetriebe richten, die unseren Weg kreuzen.“ [1]
Warum also ein Tierbefreiungsblock, wenn sich doch die Demonstration gegen eine Form der Tierausbeutung – und nicht etwa für deren Reform – richtet und die TiK (zumindest ansatzweise) die gesamte Ausbeutung an den Tieren thematisieren möchte?

In der Tierrechtsbewegung gibt es Personen und Gruppen, bei denen die Arbeit unter dem Motto „Hauptsache für die Tiere“ steht. Dabei wird dann das Thema Tierrechte aus einem emanzipatorischen Gesamtzusammenhang herausgerissen, als unpolitisch dargestellt und mit Tierschutz-Positionen und dem Begriff Tierschutz vermischt, um möglichst mit allen und jeder_jedem, die_der irgendwie auch was für die Tiere macht, zusammenarbeiten zu können, unabhängig von politischer Orientierung, Weltanschauung, etc.
Bei einem solchen Vorgehen verliert die Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung allerdings ihr eigenes Profil und ihre eigenen Inhalte.
Beispielhaft dafür steht die Veranstaltung „Deine Stimme den Stimmlosen“, die im Mai 2011 in Köln von „Tier-Time e.V“ in Kooperation mit „Schüler für Tiere“, organisiert wurde (wobei wir dieses Beispiel auch deshalb anführen, da die Versammlungsleiterin dieser Veranstaltung auch in der TiK organisiert ist). Das Spektrum der teilnehmenden Gruppen reichte von Tierrechtsgruppen, Tierschutz-Vereinigungen über politische Parteien, bis hin zu Organisationen, die in Zusammenhang mit der Sekte Universelles Leben stehen [2] (so u.a. der Verein „Schützer der Erde e.V.“ ). Als Redner trat u.a. Helmut F. Kaplan auf, der sich z.B. für eine Zusammenarbeit mit dem „Universellem Leben“ ausspricht, auch keine Berührungsängste mit der extremen Rechten hat und keine klare Position für Veganismus (lediglich Vegetarismus) bezieht. [3]

Bislang gibt es auf der „Köln - pelzfrei“-Website noch keine Informationen über die (mit Infoständen) teilnehmenden Gruppen oder auch Redner_innen. Wir hoffen, dass die Erklärung „Die Köln-pelzfrei ist überparteilich, unabhängig und nicht religiös motiviert. Wir verstehen unsere Arbeit in der Tradition anderer emanzipatorischer Bewegungen wie der Menschenrechts- und Frauenbewegung. Daher sind autoritäre und rückwärtsgewandte Gruppen und Organisationen wie Universelles Leben und rechte Gruppierungen auf der Demo nicht erwünscht.“ ernst genommen wird und wir nicht am Tag der Demo mit UL-nahen Gruppen oder gar Kaplan überrascht werden.
Es wäre tatsächlich eine positive Überraschung, wenn diesmal – im Gegensatz zu vergangenen „Köln - pelzfrei“-Veranstaltungen – an keinem Infostand eine Tierschutzposition vertreten wird, wenn es keine Stände gibt an denen – trotz eines anderen Fernziels – größere Käfige, artgerechtere Haltung o.ä. gefordert werden (heißt es doch im Aufruf erneut: „Zeigt Euch [...] antispeziesistisch“).

Beim Thema „Pelz“ (wenngleich nicht nur dort) unterscheidet sich die Argumentation vieler Aktivist_innen aus der Tierrechtsbewegung oft nicht von einer tierschützerischen. Es handelt sich keinesfalls um eine unbedeutende Nuance, wenn „Pelz“ nicht deshalb abgelehnt wird, weil es sich dabei um eine (weitere) Form der Nutzung von Tieren handelt, sondern – wie es von Tierschützer_innen gemacht wird – weil „Pelz“ besonderes grausam sei, unzeitgemäß/rückständig sei („Pelz ist Steinzeit“), unverhältnismäßig wäre („Die Tiere werden nur für ihren Pelz getötet“), „peinlich“ sei, etc.: wenn also die „Quälerei“ und nicht die Nutzung von Tieren kritisiert wird. Vielmehr handelt es sich um einen gravierenden Unterschied. In diesem Zusammenhang ist auch das (zweifelsfrei gutgemeinte) Motto der Veranstaltung „Köln - pelzfrei“ durchaus kritisch zu hinterfragen.

Zum Tierbefreiungsblock:
Wir rufen auf zu einem Block, in dem nicht auf solche Art und Weise gegen „Pelz“ argumentiert wird, sondern in dem „Pelz“ als eine Form der Tiernutzung (unter anderen!) angegangen wird, also die Nutzung/Ausbeutung der Tiere als solche – und nicht etwa nur die „Tierquälerei“, der sogenannte Missbrauch von Tieren – als Problem benannt wird.
Ein Block, mit dem sich gegen jede Form der Gewalt gegen Tiere ausgesprochen wird, in dem der Kampf gegen den „Pelzhandel“ im Zusammenhang mit der Befreiung aller Tiere aus dem gesellschaftlichen Unterdrückungsverhältnis gestellt wird.
Einem Tierbefreiungsblock, in dem sich nicht über die Feindfigur der „herzlosen, pelztragenden Frau“ empört wird, sondern eine Gesellschaft kritisiert wird, in der Abermillionen (nichtmenschliche) Tiere gezüchtet, benutzt, ausgebeutet und umgebracht werden: Nicht allein für „Pelz“, sondern ebenso für „Leder“, „Fleisch“, Milch, Eier, etc. Ein Block, in dem die Befreiung der Tiere als ein emanzipatorisches Anliegen (unter anderen!) verstanden wird, wo es demgemäß auch kein Verständnis für sexistische Anti-„Pelz“-Bekundungen gibt, wie z.B. die abwertende Bezeichnung von Pelzträgerinnen als „Schlampen“ oder Plakaten auf denen es heißt, dass „Pelz“ „für die primitive Frau“ sei. (wie in Plakatmotiven des an der „Köln - pelzfrei“ teilnehmenden Vereins „Die Tierfreunde e.V.“ [4] )
Ein Tierbefreiungsblock, in dem Tierausbeutung nicht losgelöst von den gesellschaftlichen Verhältnissen angegangen wird, in dem mensch sich bewusst ist, dass im Kapitalismus Tierbefreiung – im gesellschaftlichen Ausmaß (!) – (wohl) nur ein Traum bleiben wird.Ein solcher Tierbefreiungsblock, ist auch deshalb wichtig, um nicht die Chance zu verpassen Tierschützer_innen und Tierfreund_innen, die evtl. an der „Köln - pelzfrei“ teilnehmen, die eigene inhaltliche Position zu vermitteln und aufzuzeigen, dass die Tierbefreiungsbewegung nichts mit Tierschutz zu tun hat.

Wir lehnen eine Zusammenarbeit mit anti-emanzipatorischen Personen und Gruppierungen, wie z.B. aus der extremen Rechten, dem Universellen Leben oder Supreme Master bzw. rechtsoffenen Personen und Gruppierungen ab und wollen nicht, dass unsere Forderungen mit denen von Tierschützer_innen in einen Topf geworfen werden.
Wir wollen keine „Gute-Laune“-Veranstaltungen mit „buntem Tagesprogramm“, bei denen eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Tierausbeutung zweitrangig ist.
Für eine herrschaftskritische und emanzipatorische Tierbefreiungsbewegung: Für die Befreiung von Mensch und Tier!


Tierbefreiungsaktivist_innen aus NRW, 1. September 2011


Die „Köln – pelzfrei“ findet statt am 10. September 2011 auf dem Neumarkt/Köln.
Infostände gibt es ab 10 Uhr, die Demonstration startet um 12 Uhr.

Der Tierbefreiungsblock trifft sich um 12 Uhr auf der Seite des Neumarktes, an der keine Infostände platziert sind. (Richtung Sankt Aposteln Kirche).



[1] http://www.koeln-pelzfrei.de/
[2] Infos zu Universelles Leben: http://www.tierrechts-aktion-nord.de/ul.html
[3] Eine ausführliche kritische Auseinandersetzung mit der Veranstaltung „Event für Tierrechte – Deine Stimme den Stimmlosen“ findet sich unter: http://www.gegen-speziesismus.de/eventkoeln2011
[4] http://www.die-tierfreunde.de/download/Tierfreunde_anti_Pelz.pdf

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