Schwarze Katze

Schwarze Katze

Gai Dao 75 mit einem besonders schönen Titelbild

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 02 Mär, 2017 05:41:24
Die Gai Dao # 75 vom März 2017 hat diesmal ein besonders schönes Titelbild. Wie ihr sehen könnt, hat sich dieses mal eine anarchistische Katze auf das Cover geschlichen und scheint ziemlich wütend zu sein. Gründe hierfür gibt es ja leider immer noch mehr als genug... Wir schließen uns ihr deshalb an - in kollektiver und individueller Empörung über die Missstände dieser Welt! Denn auch wir haben keinen Bock auf Ausbeutung, Herrschaft und repressive Verhältnisse! - egal ob auf der Straße, bei der Arbeit, in der Familie, in der Bar, an der Uni oder sonstwo.


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Gießener Landbote

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 01 Mär, 2017 07:40:56
Der Gießener Landbote

Termine, Aktivitäten und Projekte für eine bessere Welt. Ja, echt!

Menschen aus Stadt und Kreis Gießen berichten über Projekte und Aktionen - und laden damit alle anderen ein, mitzumachen oder eigene Ideen zu entwickeln. Und zwar egal, ob sie sich als „Einheimische“ fühlen oder zugezogen sind ... aus der Wetterau, dem Vogelsberg, Niedersachsen oder Polen, Syrien oder Schlesien, Erfurt, Mali oder irgend einer anderen Ecke dieser Welt. Ebenso ist egal, in welchem der 60 Facebook-Geschlechter (oder vergessener weiterer) Ihr Euch wohl fühlt, ob Ihr rote oder grüne Pullover, langes, kurzes oder gar kein Haar tragt, durch braune oder blaue Augen auf diesen Text schaut, Sommersprossen Euer Gesicht zieren oder nicht. Unsere Welt ist bunt, denn: Kein Mensch ist illegal!

Die jeweils aktuelle Ausgabe vom Gießener Landboten gibt es zum Download:
http://www.giessener-landbote.de


Die Texte der aktuellen Ausgabe März/April 2017:

1: Gegen die Strafbarkeit des Containers
Ab Mitte März soll bundesweit gegen die Strafbarkeit des „Containern“ und des Wühlens im Sperrmüll protestiert werden. Höhepunkte sind eine ePetition (bitte dann unterzeichnen!!!) und eine Aktionswoche in Aachen mit Strafprozess am 11.4. Alles weitere auf http://242.blogsport.de.

2: Verkehrsutopie: Gießener Innenstadt ohne Autos
Streiten für eine Flaniermeile, Fahrradstraßen, Nulltarif und Straßenbahnen. Unsere Aktionen:
*Freebikes: An verschiedenen Orten in der Stadt Stationen mit Fahrrädern, die unkommerziell genutzt werden können. To do: an Fahrrädern schrauben, Plätze für Stationen suchen usw. Kontakt: kalle(ätt)projektwerkstatt.de.
*Critical Mass: Zweimal im Monat im Stadtgebiet radeln und für eine fahrradfreundliche Stadt werben. Ab und zu danach Treffen zum Weiterdiskutieren über Aktivitäten zum Verkehr in Gießen.
*Basteln an der Verkehrsutopiekarte: Ihr findet sie nebst Infos auf http://www.projektwerkstatt.de/verkehr/giessen.html
*Aktions-Schwarzfahren: Fahren ohne Ticket, aber mit Hinweisschild und Flyer - Durchsetzen der Straffreiheit vor Gericht. Informiert euch & macht mit: http://www.schwarzstrafen.tk.

3: Lebensmittel-Fairteiler im Seltersweg
Idee ist, einmal pro Woche mit geretteten Lebensmitteln (als Teil von Foodsharing Gießen) durch den Seltersweg zu ziehen und Essen zu verteilen - angemeldet als Demo, um rundherum noch Aktionen, Durchsagen, Musik, Kreidemalereien, Theater usw. zu machen je nach Lust und Laune. Beim Treffen wollen wir drüber reden, wie wir das in Gang bringen.

4: Moloch-Konzerne wie Amazon, eBay, etc. in den wohlverdienten Ruin treiben?
Brainstorming zu Alternativen, Weiterentwicklung von bestehender Internetplattform zu profitfreier Schenk-, Tausch- und Kleinhändlerbörse. Termin folgt online auf Landboten-Webseite.

5: utopisch wirtschaften
Gemeinsame Debatte führen, öffentlichkeitswirksame Aktionen, konkrete Projekte angehen. Kontakt: kalle(ätt)projektwerkstatt.de.

6: Anti(zwangs)psychiatrie
Sich treffen, austauschen, gemeinsam aktiv werden - in und um Gießen/Wetzlar und im Oktober 2017 beim Weltpsychiaterkongress in Berlin.

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Warum mir die Gender­ Schreibweise nicht gefällt

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 02 Jan, 2017 05:46:29
Warum mir die Gender­ Schreibweise nicht gefällt
Josef Swoboda
gai dao # 72


Anmerkung: Es ist in der Gai Dào üblich, Personenbezeichnungen mit * zu gendern. Der Autor dieses Artikels hat für die Gai Dào eine Rezension geschrieben und dabei statt der
Sternchen-Schreibweise abwechselnd weibliche und männliche Formen verwendet. Dies wurde von Menschen aus der Redaktion jedoch kritisiert. Daraus entstand eine Diskussion, zu der der folgende Text ein Beitrag ist. ---- Ziel unserer Bemühungen in Bezug auf die Geschlechterfrage sollte es sein, dass das Geschlecht bzw. die sexuelle Orientierung einer Person für deren gesellschaftliche Rolle komplett irrelevant wird. Dass man also nicht länger zuerst als Frau, Mann, Lesbe usw. wahrgenommen, in bestimmte Schubladen gesteckt und dadurch in seinen Handlungsmöglichkeiten festgelegt und eingeschränkt wird. So würde wirkliche Individualität überhaupt erst ermöglicht.

Wenn man die heutige Situation mit der vor 50 oder 100 Jahren vergleicht, sind die westlichen Gesellschaften diesem Ziel schon ein Stück näher gekommen - wenn es auch noch lange nicht erreicht ist. Wahrscheinlich kann es auch ohne die Überwindung des Kapitalismus und der Herrschaft allgemein gar nicht erreicht werden. Jedenfalls scheint mir die in der Gai Dào und in anderen Szenepublikationen verwendete Gender-Schreibweise kein sinnvolles Mittel zu sein, um diesem Ziel - der Überwindung von Einschränkungen der individuellen Handlungsmöglichkeiten aufgrund des Geschlechts - näher zu kommen.

Verewigung von Identitäten

Erstens missfällt mir an der Gender-Schreibweise, dass sie geschlechtliche Identitäten betont und hervorhebt, was deren Überwindung entgegen zu wirken scheint. In bestimmten Kontexten kann eine solche Hervorhebung sinnvoll sein. Wenn z.B. eine Wissenschaftlerin in einem Krankenhaus einen Vortrag hält und diesen mit "liebe Ärztinnen und Ärzte" beginnt, so stellt sie damit klar, dass in einem in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch als "männlich" gesehenen Berufsstand auch viele Frauen arbeiten und dass sie sich selbstverständlich an alle Anwesenden wendet. Wenn sie aber nun im weiteren Fortgang ihrer Rede bei jeder Erwähnung der Berufsbezeichnung durch entsprechende Gender-Formulierungen herausstellt, dass es davon männliche und weibliche Vertreter und auch solche gibt, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen, dann kippt die anfängliche Intention ins Gegenteil. In dem Vortrag geht es ja um medizinische Fachfragen, für die das Geschlecht überhaupt keine Rolle spielt. Anstatt zur Abschaffung trägt man so eher zur Aufrechterhaltung der Geschlechterdifferenz bei. Noch deutlicher wird diese Tendenz bei in letzter Zeit modischen Begriffen wie "FLTI" oder "LGBT". Für letztere - "lesbians, gays, bisexuals, transgender" - gab es früher das schöne Wort "queer": Hier war jeder angesprochen, der, aus welchen Gründen auch immer, nicht in das vorherrschende heterosexuelle Raster passte. Aus irgendwelchen Gründen wurde diese Bezeichnung aber durch dieses sperrige Kürzel ersetzt, welches anscheinend sicher stellen soll, dass jede Sonderidentität auch als solche gewürdigt wird. Anstatt der Abschaffung des Schubladendenkens haben wir es hier also mit einer Multiplikation der Schubladen zu tun!

Bürokratismus


Zweitens erinnern mich Texte mit Gender-Schreibweise immer ein wenig an Formulare, wie man sie auf Ämtern bekommt. Das Gendern verkompliziert die Formulierung, ist im Schriftbild unschön und in der gesprochenen Sprache holprig. Um zuverlässig auszuschließen, dass sich an irgendeiner Stelle jemand ausgeschlossen fühlt, wird auf Flüssigkeit und sprachliche Eleganz verzichtet. Bürokratische Texte vom Jobcenter, der Krankenkasse etc. sind so formuliert, damit spitzfindige Advokaten in ihnen keine Lücken entdecken, durch die sie die Intention des Textes aushebeln und Vorteile für ihren Mandanten herausschlagen können. Ich denke, unsere Vorstellung von Emanzipation sollte nicht die der Rechtsanwälte sein. Lasst uns andere Wege finden, um klar zu machen, dass wir niemanden aufgrund des Geschlechts ausschließen oder diskriminieren wollen.

Vereinheitlichung und Anti-Individualismus


Wenn das Gendern in einer Zeitschrift zur verbindlichen Norm erhoben wird, werden dadurch alle Texte in gewisser Weise stilistisch vereinheitlicht. Die Autorinnen und Autoren müssen sich dieser Regel unterordnen und ihr gegebenenfalls einen Teil ihrer individuellen Ausdrucksweise opfern. Ich finde, dass eine solche Vorgehensweise dem Geist einer anarchistischen Zeitung widerspricht. Es sollten verschiedene sprachliche Umgangsweisen mit dem Geschlechter-Problem zugelassen werden und man sollte Beiträge eher danach beurteilen, ob sie inhaltlich der Befreiung des Individuums von aller geschlechtlichen und sonstigen Beschränkung dienlich sind oder nicht.

Was nun?


Wodurch soll aber die Gender-Schreibweise ersetzt werden? Tja, so genau weiß ich das auch nicht. Im Prinzip finde ich es gut, dass es eine allgemeine, geschlechtsneutrale Form gibt, die man verwenden kann, wenn das Geschlecht in dem betreffenden Kontext nicht relevant ist. Nur dummerweise ist diese allgemeine Form im Deutschen zugleich die männliche. Ich habe keinen guten Vorschlag, wie man mit diesem Problem umgehen soll. In meinen eigenen Texten verwende ich normalerweise die männliche/allgemeine Form, darauf hoffend, dass es der Leserin durch den Kontext klar wird, dass hier Frauen und geschlechtlich nicht festgelegte Leute mit gemeint sind. Manchmal streue ich weibliche Formen ein, z.B. bei Aufzählungen: "Die Bewegung setzt sich aus Arbeiterinnen und Bauern, Schülern und Studentinnen zusammen". Wirklich abwechselnd weibliche und männliche Formen zu verwenden, wie ich es in der Crimethinc-Rezension gemacht habe, ist im Grunde auch schon wieder zu pedantisch und umständlich. Ich habe dies als Annäherung an eure Gender-Schreibweise so gemacht, in der Hoffnung, dass der Artikel unbeanstandet durchgeht. Es war ein fauler Kompromiss, der viele der von mir oben ausgeführten Mängel teilt und den ihr natürlich sofort erkannt und beanstandet habt.

Letztendlich ist die Überwindung der vorherrschenden Geschlechterkategorien nicht primär eine sprachliche, sondern vor allem eine praktische Frage. Es braucht eine allgemeine gesellschaftliche Umwälzung, in der sich, zugleich mit allen anderen menschlichen Beziehungen, auch die Verhältnisse der Geschlechter freier und vernünftiger gestalten werden. Im Zuge dieser Umwälzung werden sicher auch neue sprachliche Ausdrucksformen entstehen, die den neuen Verhältnissen angemessen sein werden. Solange es diese Umwälzung oder auch nur eine ernsthafte Bewegung zu ihrer Vorbereitung nicht gibt, bleibt uns wahrscheinlich nur die Wahl, einen Knoten in die Zunge zu bekommen oder sich den Vorwurf gefallen zu lassen, ein wenig patriarchal daher zu reden. Angesichts dieses Dilemmas werbe ich für etwas mehr Toleranz und spreche mich dagegen aus, allgemein verbindliche Sprachregelungen aufzustellen.



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Anarchismus und Kultur

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 27 Dez, 2016 05:53:15
Anarchismus und Kultur?
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http://schwarze.katze.dk/texte/a24.html

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Auf die Barrikaden auf flämisch

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 25 Dez, 2016 11:35:07
Feiertag zur Gründung der anarchosyndikalistischen Internationalen

Am 25.12.1922, wurde die IAA (Internationale Arbeiter Assoziation) als syndikalistische Internationale in Berlin gegründet. Seitdem ist dieser Tag ein Feiertag.

Deshalb zur Feier des Tages die Hymne der IAA - Auf die Barrikaden - in der flämischen Version: https://www.youtube.com/watch?v=1Y6LfxA70MI

Die deutsche Version von A las barricadas gibt es von Geigerzähler:
https://www.youtube.com/watch?v=OsVp7o7Mb9E

Symbol der IAA



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