Schwarze Katze

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Freie Menschen in freien Vereinbarungen

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 09 Okt, 2018 06:50:51
Theorie der Herrschaftsfreiheit
Wie kann eine herrschaftsfreie Welt aussehen? Diese Frage beschäftigt Philosoph*innen, manch zukunftsorientierte Politiker*innen oder Aktivist*innen, Roman- und Sachbuchschreiberlinge. Doch ein kritischer Blick zeigt: Zukunftsdebatten sind eher ein Abklatsch heutiger Bedingungen mit netteren Menschen in der Führung. „Freie Menschen in freien Vereinbarungen“ ist radikal anders: Mit scharfem, analytischen Blick werden die Bedingungen seziert, unter denen Herrschaft entsteht, wie sie wirkt und was sich wie ändern muss, damit Menschen sich aus ihrem Streben nach einem besseren Leben (Eigennutz) nicht nur selbst entfalten, sondern genau dafür die Selbstentfaltung aller Anderen brauchen und deshalb mit herbeiführen. Aus Konkurrenz wird Kooperation, das Normale weicht der Autonomie.
Einlesen: www.herrschaft.tk

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Selber Machen – Für mehr Selbstorganisation und Basisarbeit!

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 20 Apr, 2018 19:08:25

Selber Machen – Für mehr Selbstorganisation und Basisarbeit!
Anarchistischer Aufruf zur Beteiligung an den Aktivitäten am 1. Mai in Freiburg

Es sieht aktuell nicht gut aus: Weltweit erstarken reaktionäre Bewegungen und in Europa wird der Krise weiter autoritär begegnet. Hierzu eine Gegenmacht aufzubauen sollte auf der Agenda einer sich als radikal verstehenden Linken stehen. Doch diese tritt dieser Aufgabe derzeit ziemlich rat- und hilflos gegenüber. Klar ist: Es bräuchte einen politischen Paradigmenwechsel, einen Bruch mit unseren bisherigen Formen von Politik und eine Rückbesinnung auf Basisarbeit und Selbstorganisation. Gegen Staat, Kapital und reaktionäre Krisenlösungsstrategien wirkliche Alternativen von links zur Debatte stellen – das wird ohne einen langen Aufbauprozess nicht gelingen.

Doch wer ist das Subjekt der Selbstorganisierung und welche Rolle spielt die radikale Linke darin?

Als erstes wir selbst und unser Umfeld. Es gilt in unserem eigenen Alltag anzusetzen: Dort, wo wir leben und arbeiten. Dieser Alltag muss politisiert werden, wir als Radikale müssen uns selbst als politisches Subjekt verstehen und uns entlang der eigenen Betroffenheiten wie Amt, Miete, Arbeit, Kinderbetreuung, Bildung organisieren. Diese Selbstorganisierung am Arbeitsplatz oder im Mietshaus zielt auf die Ausweitung von sozialen Kämpfen wie Streiks oder Mieter*innenprotesten. Flankiert werden kann dieser Prozess durch den Aufbau von autonom-verwalteten Alltagsstrukturen.

Das Subjekt der Gesellschaftsveränderung kann jedoch nur die Mehrzahl derjenigen sein, die von diesem System unterdrückt werden. Jene, die noch nicht organisiert sind und noch keine Möglichkeit hatten, sich ein fortschrittliches Bewusstsein anzueignen. Die Selbstorganisierung von unten muss hierbei Ziel und Inhalt einer neuen politischen Praxis sein.

Um solch eine Selbstorganisierung der Gesellschaft anzustoßen müssen wir in schon bestehende Kämpfe und Konflikte intervenieren und deren Verbindung, Radikalisierung oder Ausweitung befördern. Aber auch die Entwicklung von Basisarbeit unabhängig bereits bestehender Kämpfe und der Ausbau von Strukturen der Selbstorganisierung kann die Bedingungen zur Entstehung solcher Kämpfe verbessern. Dabei können gerade organisierte Kerne und Gruppen als Initiativkräfte auftreten.

Die Erfahrungen aller revolutionären Erhebungen in der Vergangenheit zeigen uns die entscheidende Bedeutung der Vorarbeit solch organisierter Strukturen. Zwar ist es nie möglich einen Zeitpunkt für einen Massenaufstand zu bestimmen oder als Führung einer Bewegung linear auf einen solchen hinzuarbeiten. Was aber möglich ist, ist die Bedingungen und Möglichkeiten für einen Aufstand zu verbessern, damit Menschen sich wehren, organisieren und ein politisches Bewusstsein bilden. In Anbetracht eines organisiert vorgehenden Staatsapparates, sowie organisierter politischer Gegner*innen wie Faschist*innen oder Islamist*innen müssen wir eine Form der Organisierung finden, die verbindlich, nachhaltig und überregional funktioniert und es uns erlaubt strategisch zu handeln. Die historischen revolutionären Versuche haben uns gezeigt, dass dies weder eine autoritäre zentralistische Kaderorganisation noch eine Massenpartei sein kann – das endet entweder im Parlament oder in der Diktatur. Was dann also? Wir müssen stattdessen auf eine föderale und basisdemokratische Organisation setzen.

Eine Hinwendung zu Basisarbeit und Selbstorganisierung kann allerdings auch ihre Tücken haben. Beide sind nicht per se linksradikal. Auch religiöse Fundamentalisten oder Rechte machen immer wieder auf sozial. Daneben besteht noch die Gefahr quasi linke Sozialarbeit zu betreiben, letztlich also ‚ehrenamtlich‘ ursprünglich staatliche Aufgaben zu übernehmen und einer Form neoliberaler Stadtpolitik zuzuarbeiten. Linksradikale Ansätze von Selbstorganisation und Basisarbeit müssen die Politisierung von Menschen vorantreiben. Wir müssen Menschen dazu befähigen ihre Situation in Verbindung mit den gesellschaftlichen Ursachen zu bringen und daraus die Motivation zu entwickeln, kollektiv gegen diese Ursachen zu kämpfen.

Nutzen wir den diesjährigen 1. Mai um hier in Freiburg über diese Themen ins Gespräch zu kommen!
10:30 Uhr – Stühlinger Kirchplatz – Antikapitalistischer Block auf der DGB Demo
14:30 Uhr – Selbstorganisiertes Straßenfest im Grün unter dem Motto „Selbstorganisiert in Stadtteil und Betrieb“



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Deutschsprachige anarchistische Publikationen heute

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 26 Mär, 2018 02:00:28
SOEBEN ERSCHIENEN: Als erste Ausgabe der neuen Schriftenreihe "DadA-Studien"

Deutschsprachige anarchistische Periodika heute. Ein Bericht zum digitalen Medienwandel
Von Günter Hoerig. DadA Berlin
Potsdam: DadAWeb.de, Dez. 2017
(= DadA-Studien; 1), 74 Seiten.
Ausgehend von dem ersten Erscheinen anarchistischer Periodika in elektronischer Form 1992 wird auf der Basis der Neuerscheinungen in einer chronologischen Darstellung bis 2016 der Ablösungsprozess konventioneller durch elektronische Medien verfolgt. Das so entstandene Bild wird in einem weiteren Abschnitt durch eine Übersicht der insgesamt 2016 noch erscheinenden Periodika abgerundet. An vier Fallbeispielen wird dann noch untersucht, wie die neuen technischen Möglichkeiten digitaler Medien praktisch umgesetzt wurden. Im letzten Abschnitt werden einige Überlegungen zum emanzipatorischen Gebrauch der neuen Medien angestellt.
Weitere Infos: http://dadaweb.de/wiki/Willkommen_im_neuen_DadAWeb !

DOWNLOAD: http://dadaweb.de/images/6/6c/Hoerig-Deutschsprachige_anarchistische_Periodika_heute.pdf

In eigener Sache: Der Schwarze Katze Rundbrief wird in der Publikation auch erwähnt:


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Aufruf zur Anarchistischen 1. Mai Demo Dortmund 2018

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 18 Mär, 2018 00:15:05

Lohnarbeit ist eine Zumutung!
Auch wenn wir gegenüber unseren Vorgesetzten und Kolleg*innen meist betonen müssen, dass wir zu unserem Job stehen und wie sehr er zu unserer „Selbstverwirklichung“ beiträgt – insgeheim ist uns allen klar, dass arbeiten gehen unter den herrschenden Bedingungen eine Zumutung ist. Arbeit ruiniert unsere Bandscheiben und unsere Nerven; sie treibt uns in Burnout und Depression. Dennoch ist unser ganzes Leben auf die Arbeit ausgerichtet. Wir müssen unsere Interessen, Hobbys, sogar unsere Kindererziehung, unsere sozialen Beziehungen, die Fürsorge für Angehörige hinten anstellen. Und das heißt noch lange nicht, dass wir dann wenigstens genug zum Leben hätten: Wie viele Menschen haben zwei oder mehr Jobs und kommen kaum über die Runden? Wer nicht arbeiten kann oder will wird vom Jobcenter sanktioniert, vom sozialen Umfeld abgewertet und an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Diejenigen unter uns, die sich für ihre Berufe entschieden haben, um „Menschen zu helfen“ oder „etwas Sinnvolles“ zu tun, mussten bald feststellen, dass die betreffenden Institutionen ganz anderen Zwecken dienen und dass sich ihre menschlichen Absichten oftmals nur gegen diese verwirklichen lassen. So möchten beispielsweise Sozialarbeiter*innen eigentlich Menschen dabei unterstützen, ein selbstverantwortliches Leben zu führen, werden aber gezwungen, die ihnen Anvertrauten für den Arbeitsmarkt verwertbar zu machen.
Das dies alles so ist, liegt weder am Zufall noch am miesen Charakter unserer Arbeitgeber*innen, sondern schlicht daran, dass in der bestehenden Gesellschaft der Zweck der Produktion die Erwirtschaftung von Profit ist und nicht die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse. Die staatlichen Institutionen stehen dabei nicht im Gegensatz zur gewinnorientierten Privatwirtschaft; sie sind alle auf die eine oder andere Art damit betraut, den Unternehmen ein günstiges Umfeld für ihre Geschäfte zu schaffen oder zu erhalten.

DGB-Gewerkschaften und Parteien werden uns nicht retten!
Der erste Mai ist vor allem ein Tag der Selbstbeweihräucherung der DGB-Gewerkschaften geworden, an dem Bratwurstessen und langweilige Festreden Tradition haben. Von solchen „Interessenvertreter*innen“ haben wir nichts zu erwarten! Alle ein bis zwei Jahre handeln sie eine magere Lohnerhöhung heraus, die kaum die Inflationsrate deckt und sie feilschen um eine Altersvorsorge, die gerade mal so hoch wie der Hartz4-Satz ist. Bei ihren Streiks und Protestaktionen ist für uns lediglich die Rolle von Statist*innen vorgesehen, die brav das machen, was ihnen von irgendwelchen Funktionär*innen gesagt wird. Die wesentliche Aufgabe der reformistischen Gewerkschaften besteht darin, die Wut der Lohnabhängigen zu kanalisieren und sie von selbstständigen und möglicherweise unkontrollierbaren Handlungen abzuhalten. Nicht zufällig demonstrieren sie zusammen mit der Polizei, die anderntags unsere Genoss*innen verprügelt, wenn sie den Faschisten den Weg versperren. Die DGB-Gewerkschaften sichern als treue Partner*innen des Kapitals den „sozialen Frieden“ am Standort Deutschland, den die Unternehmen brauchen, um auf dem Weltmarkt erfolgreich zu sein.
Auch auf linke Parteien sollten wir keine Hoffnung setzen. Was immer sie auch in ihren „fortschrittlichen“ Programmen versprechen (meist ohnehin nicht viel!), sie erwarten von uns, dass wir in der Passivität und Vereinzelung der Wähler*innen verbleiben, sodass ihre Politik von vornherein auf das Gegenteil von Freiheit hinausläuft.

Den Kampf selbst in die Hand nehmen!
Der einzige Weg aus der Misere besteht darin, dass wir auf alle Stellvertreter*innen pfeifen und uns selbst, zusammen mit anderen Lohnabhängigen, für unsere Interessen einsetzen. Wir müssen uns mit Menschen aus anderen Ländern verbünden und Kämpfe gemeinsam führen, anstatt uns gemäß der Logik der Standorte gegeneinander ausspielen zu lassen.
Das von der Menschheit angehäufte Wissen und ihre technischen Hilfsmittel haben ein Niveau erreicht, welches längst für alle Menschen weltweit ein gutes Leben ermöglichen würde. Dafür müssten jedoch die Produktionsmittel den Händen der Eigentümer*innen entrissen und gründlich umgestaltet werden, sodass sie endlich menschlichen Zwecken dienen können. Dieser Plan ist ohne einen radikalen Bruch mit der kapitalistischen Eigentumsordnung und den diese beschützenden Staatsapparaten nicht zu verwirklichen.

Die revolutionäre Arbeiter*innenbewegung hatte sich einst dieses Ziel gesetzt. Bei all ihren Fehlern und trotz ihrer vernichtenden Niederlagen steht sie für den Traum einer von Zwang und Ausbeutung befreiten Menschheit. Der 1. Mai war ihr internationaler Kampf- und Feiertag. Darum wollen auch wir an diesem Tag auf die Straße gehen und die Idee einer herrschaftsfreien Gesellschaft propagieren. Heute existiert eine Bewegung, die sich diesem Ziel verpflichtet sieht, allenfalls in winzigen und unzulänglichen Keimformen. Es erscheint uns daher angemessen, an die Tradition unserer Schwestern und Brüder aus einer anderen Zeit anzuknüpfen, auch wenn wir wissen, dass ein neuer Anlauf der Befreiung langfristig neue Formen und seine eigene Poesie entwickeln muss, um erfolgreich zu sein.

Wir laden alle herzlich ein, unseren Kampf mit zu führen, gemeinsam zu streiken und solidarisch zu streiten, zu besetzen, zu sabotieren und zu kollektivieren und uns gegenseitig zu helfen. Dann werden wir irgendwie, irgendwo, irgendwann eine Gesellschaft erreichen in der wir ohne Angst und Zwang Leben, Lieben und lernen können.

Heraus zum 1.Mai in Dortmund!
Demo: 1. Mai 2018, 18.00 Uhr - Sonnenplatz, Nähe Möllerbrücke.
Infos zur Demo: https://1maidortmund.noblogs.org/


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Bunte Aufkleber im Sauerland

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 20 Feb, 2018 15:49:38
Die Schwarze Katze war mal wieder unterwegs und hat im Sauerland einige Aufkleber auf Laternenmasten gesehen und fotografiert. Nachfolgend werden einige der Aufkleber zusammen mit den darauf stehenden Texten dokumentiert.
Hausbesetzungen durchsetzen und verteidigen!
Solidarität mit allen von der Repression Betroffenen!

Against homophobia & sexism! ...lieb doch wen du willst!

Selber Terror! Hauptsache sicher? Gegen totale Überwachung!

Make love not war! Wir sind alle gleich. Wir sind alle Sterne.

Swiss & Die Anderen - Wir sind da, das heisst jetzt wird die Scheisse radikal!

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