Schwarze Katze

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Was ist Indymedia?

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 06 Nov, 2016 04:51:16
Mission Statement
Was ist Indymedia? / Grundsätze

Was ist Indymedia?

Indymedia Deutschland versteht sich als ein multimediales Netzwerk unabhängiger und alternativer Medien, MedienmacherInnen, engagierter Einzelpersonen und Gruppen. Es bietet offene, nichtkommerzielle Berichterstattung sowie Hintergrundinformationen zu aktuellen sozialen und politischen Themen. Bereits bestehende alternative Strukturen sollen dadurch in ihrer Arbeit unterstützt werden. Das Projekt ist selbst wiederum Teil der internationalen Medienvernetzung indymedia.

Wie entstand die Idee von indymedia?

Seit dem Ende des kalten Krieges ist es zu einer nie dagewesenen Zusammenballung etablierter Medienmacht gekommen. Medienkonzerne verbreiten über unzählige Kanäle ihre vielfach durch politische u./o. wirtschaftliche Interessen gefärbten Informationen und konstruieren somit Kraft ihrer Definitionsmacht ein Bild der Realität, das teilweise in krassem Gegensatz zu einer von vielen Menschen ganz anders erlebten Wirklichkeit steht.

Dies erschwert weltweit die Arbeit verschiedenster AktivistInnengruppen, deren Einsatz für mehr Gerechtigkeit von den grossen Medien systematisch übersehen und deren Anliegen u. Aktivitäten gefiltert, verzerrt oder gar nicht dargestellt werden - solange es nicht 'ins Bild passt'.

Um solch massive 'Lücken', die jede komplexere Wahrheitsfindung verhindern, auszufüllen, begannen Menschen in den verschiedensten Teilen der Erde alternative Informationskanäle u. Verbreitungswege aufzubauen wie z.b. Untergrundmagazine, freie Radio- u. Fernsehsender, unabhängige Filmproduktionen etc.

Diese Ansätze zu vernetzen und dadurch auch in ihrer globalen Gegenpräsenz zu verstärken war dann einer der Hauptgedanken, die zur Entstehung von indymedia führten.

indymedia/IMC trat unter diesem Namen und den damit verbundenen Medienstrategien (wichtige Schwerpunkte: Internet / Open Posting ) im November '99 in Seattle anlässlich der Proteste gegen die WTO und globalen Kapitalismus an die Weltöffentlichkeit, indem die IMC-Seite während dieser Zeit eine minutiöse Berichterstattung von AktivistInnen über das Geschehen vor Ort lieferte.

Das Internet bot hier die Möglichkeit, unabhängig vom einzelnen Individuum einen massiven Informationsfluss zu koordinieren, eine Diskussionsplattform zu bieten und somit in Kooperation mit anderen Medienkanälen grösstmögliche Öffentlichkeit zu schaffen.

Seitdem entstanden v.a im Zusammenhang mit politischen Grossveranstaltungen weltweit immer mehr neue indymedia-Zentren, die sowohl regional als auch international alternatives Nachrichtenmaterial veröffentlichen.

Auch die Gründung eines IMC in Deutschland ist stark mit den aus Prag ( 26.9.00, globaler Aktionstag gegen die IWF- und Weltbanktagung) mitgebrachten Eindrücken und Erfahrungen hiesiger AktivistInnen verknüpft. Wo liegt der politische Ansatz von indymedia im Gegensatz zu den Mainstreammedien?

indymedia Deutschland versteht sich als ein emanzipatorisches, unabhängiges Mediennetzwerk ohne kommerzielle Interessen - hier ist die Information kein Modethema, keine 'Handelsware' mit Marktwert - mit dem zentralen Ansatz, Gegenöffentlichkeit zu schaffen, indem die Menschen an der gesellschaftlichen Basis DIREKT zu Wort kommen; darum ist auch das Open Posting ein so wichtiger Bestandteil der Idee.

Diese Form des direkten Zugriffs öffnet die Grenze zwischen KonsumentInnen und ProduzentInnen, verstärkt das - von den vorherrschenden Informationsstrukturen weitgehendst unangesprochene... - Bewusstsein der Menschen in Bezug auf ihr gesellschaftliches Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht und kann somit effektiv zu emanzipatorischen Veränderungsprozessen sowohl inner- als auch ausserhalb der Medienlandschaft beitragen.

Alle Beteiligten handeln eigenverantwortlich! Mitgliedschaften oder interne Hierarchien/Führungsstrukturen, wie in anderen Organisationen, widersprächen massiv dem Grundprinzip des Projekts. Alle, die sich einbringen, SIND dadurch gleichzeitig (und von daher gleichberechtigt) indymedia.

indymedia ist immer auch Teil der Bewegung, von der es berichtet.

Was will indymedia NICHT sein?


Ersatz für schon bestehende alternative Informationsstrukturen; hier kann indymedia nur unterstützende / vernetzende Funktion haben.
Absatzpool von Stellungnahmen hierarchischer, etablierter oder kommerzieller Gruppierungen
Diskussionsforum: indymedia eignet sich wegen seiner Struktur nur sehr schlecht dafür. Eine Auswahl an Diskussionsforen sind im Blogwire verlinkt.
Plattform für sexistische, rassistische, faschistische u./o. antisemitische Beiträge jeder Art.

Indymedia -> http://de.indymedia.org

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Anarchistischer Aufruf gegen das G–20 Treffen in Hamburg

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 24 Okt, 2016 08:20:23
Vom 07.-08.07.2017 findet in Hamburg das G-20 Treffen statt. Globalisierungskritische Gipfelproteste sind geplant. Dazu gibt es einen anarchistischen Aufruf: https://linksunten.indymedia.org/en/node/188436


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Anarchistische Perspektiven auf die Wissenschaft

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 22 Okt, 2016 12:03:36
Anarchistische Perspektiven auf die Wissenschaft - Libertärer Kongress an der Uni Hamburg

Vom 28.-30.10.2016 findet ein Kongress an der Universität Hamburg mit dem Titel: "Anarchistische Perspektiven auf die Wissenschaft" statt. Infos unter
www.a-perspektiven.org. Zusätzlich gibt es Veranstaltungen vom 26.09.16 - 24.10.16.

Bisher sind anarchistische Theorien wenig im wissenschaftlichen und universitären Alltag verankert, abgesehen von studentischen, politischen Initiativen und Gruppen. Anarchismus kommt in Seminaren oder als wissenschaftliches Thema häufig nur als historisches Thema vor. Der Kongress will deshalb auf dieses Defizit aufmerksam machen und hofft hiermit an der Universität Hamburg, aber auch darüber hinaus, die Beschäftigung mit anarchistischen Theorien an Hochschulen anzustoßen. Im Umkehrschluss will er – selbstverständlich – die theoretischen Diskussionen in den anarchistischen Bewegung(en) bereichern, ohne dabei eine bestimmte anarchistische Strömung zu bevorzugen. Des weiteren geht es darum, inwieweit das System Hochschule /Universität dazu dient die aktuellen Gesellschafts- und Herrschaftsverhältnisse zu legitimeren und zu festigen. Zu den genannten Zwecken gab es schon im Vorfeld zwei Abendveranstaltungen und für die Zeit nach den Kongress sind zwei weitere projektiert. Diese sollen dazu dienen, dass die Auseinandersetzung mit anarchistischen Theorien im universitären Kontext nicht ein einmaliges Event bleibt, sondern dass eine gewisse Verstetigung eintritt.

Geplant sind an drei Tagen Vorträge, sowie am Samstag eine Workshopphase. Freitag- und Samstagabend wird der Kongress durch ein Konzert ergänzt. Zusätzlich werden einige Buchstände das Programm abrunden.

Die Initiative zum Kongress geht von der hochschulpolitischen Vereinigung "Alternative Linke" an der Universität Hamburg aus. Als Gruppe haben wir kein explizit anarchistisches Selbstverständnis, sondern verstehen uns als Sammelbecken für Menschen mit „undogmatischen“ Linken Ansichten. Durch den Organisationsprozess sind noch weitere Einzelpersonen und Gruppen dazugekommen, die sich ebenfalls maßgeblich an der Planung und Durchführung beteiligen.

Wir freuen uns über zahlreiche Gäste, spannende Diskussionen und laden Alle herzlich ein zu uns nach Hamburg zu kommen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Für Essen und Trinken wird gesorgt sein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wäre aber nett :-)
Wir bieten im Rahmen der Anmeldung des weiteren eine Bettenbörse an.
Außerdem werden organisierte Eltern und Andere vor Ort sein, die sich gemeinsam um die Kinderbereuung kümmern.

Für aktualisierte Information, Abstracts zu den Vorträgen und für die Anmeldung schaut auf unsere Homepage: www.uhh.de/uk-anarchie

Tagungsplan nach derzeitigen Stand:

Freitag 20.11.
18:00 Begrüßung und Einführungsvortrag

20:00 Anarchistische und marxistische Staatskritik: Entwicklungen,Differenzen, Gemeinsamkeiten

Anschließend: Abendessen und gemeinsames „Bierchen“, bei Liedermacher- und anderer Musik


Samstag 21.11.
08:30 Frühstück

10:00 Vera Bianchi: Feministinnen in anarchistischer Bewegung –
die Mujeres Libres im Spanischen Bürgerkrieg

12:00 Mittagspause

13:00 Simon E.: Die Arbeitsgesellschaft ohne Arbeit:
Die Entwicklung des Arbeitsbegriffes und die Bedeutungen dessen für das Verständnis von Gesellschaft heute

15:00 Workshops:
„Ökonomie ohne Staat und Markt?“
„Von der Heimbewegung zur Hausbesetzerbewegung“
„Let's plan(t) ourselves in the nature, let's be nature.“ (in englisch)
“Direkte Aktion in der Hochschulpolitik / Ansätzeund Wirkung anarchistischer Praxis auf die Hochschulpolitik”

18:00 Pause

19:00 Michael Halfbrodt/ Ralf Burnicki: „Nieder!“ – Facetten libertärer Literatur

22:00 Konzert mit Liedermachern Band und Party:
- Käptn Blauschimmel http://kaeptnblauschimmel.bandcamp.com/
- Paul Geigerzähler http://geigerzaehler.blogsport.de https://soundcloud.com/geigerzaehler
- Wundabunta Straszenpunk http://www.wundabunt.weebly.com/

22.11.
10:00 Frühstück

11:00 Schwarze Ruhr Uni: Fremdbestimmung der Wissenschaft – Herrschaftsfreie Wissenschaft: Zur Rolle der bundesdeutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen für das herrschende System

13:00 Podiumsdiskussion mit den Referenten und Referentinnen; Resumée; offene Diskussion

Kongress Anarchistische Perspektiven auf die Wissenschaft

Programm & Timetable

Programm und Zeitplan sind noch leicht in Bearbeitung – kleine Veränderungen werden voraussichtlich noch vorgenommen …
Freitag, 28.10.

15:00 Ankommen
16:00 Begrüßung/ Einführung
17:00 Anarchismus in Bewegung. Ein Forschungsüberblick – Olaf Briese
18:30 Solidargemeinschaften in gefährlichen Zeiten. Kollektive anarchosyndikalistische Biographien vom Kaiserreich bis zum NS-Regime – Hartmut Rübner
20:00 Für ein Leben und Lernen in Freiheit – Anarchistisches Organisierungstreffen für Hochschulen – Schwarze Ruhr-Uni

21:30 warmes Abendessen und
Abends offenes Beisammensein


Samstag, 29.10.

9:00 Frühstück
10:00 Max Stirner – Schwarzes Schaf und Inspirationsquelle des Anarchismus – Maurice Schuhmann
11:30 Foucaults Werkzeugkiste für die Anarchie! – An Stirner und Landauer rumschrauben – Jürgen Mümken
ab 12:30 warme Kleinigkeiten zum Mittag

14:00 – 16:30 Workshops, Gesprächskreise:

Warum (nicht) wählen? – Ein mathematischer Zugang zur Theorie der Wahl, Basisdemokratie & die Herausforderung einer Entscheidungsfindung in großen Gruppen – Claudio Kloeckl
Reclaiming History – Kollektiv GESCHICHTE VON UNTEN

16:30 Über den Bruch – Theoretische Konstellationen zwischen Rancière und CrimethInc. – Christian Leonhardt
18:00 Im Spannungsfeld von Hegemonie und Gegenhegemonien: gegen Hegemonie!
– eine anarchistische Lesart von Hegemonietheorien – Jonathan Eibisch

19:30 Abends warmes essen

21:00 Konzert & Party


Sonntag, 30.10.

9:00 Frühstück
10:00 Mathematik und Herrschaft: angewandte Mathe raus aus der Uni! – Thomas Gruber
11:30 Isis Agora Lovecruft
13:00 Frühstück entwickelt sich zum Brunch
14:00 Abschlussdiskussion mit Inhaltlichen Austausch

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Ökologisch Anarchistisches Forum

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 30 Sep, 2016 19:51:26
Texte über die nicht mehr bestehende öko-anarchistische Gruppe ÖAF, das Ökologisch Anarchistische Forum: http://schwarze.katze.dk/texte/oeko01.html


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Libertäre Gruppe Düsseldorf

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 30 Sep, 2016 19:39:24
Ist zwar schon einiges her, aber trotzdem noch immer lesenswert, da es dort grundsätzliche libertäre Analysen zum Bestehenden gibt. Berichte und Schwarze Katze Interviews über die LGD, die Libertäre Gruppe Düsseldorf: http://schwarze.katze.dk/texte/a67.html


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Ihre Kriege, unsere Toten! – Gegen Terrorismus und für die Freiheit aller Menschen!

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 01 Sep, 2016 09:23:41
Ihre Kriege, unsere Toten! - Gegen Terrorismus und für die Freiheit aller Menschen!
Die Internationale der Anarchistischen Föderationen (IFA) und die Organisationen, die vom 4. – 7. August am 10. Kongress der IFA in Frankfurt am Main (Deutschland) teilgenommen haben, positionieren sich eindeutig gegen Krieg. Wir sind gegen den Terrorismus, der mithilfe von Polizei und Armee von Staaten ausgeht. Wir sind gegen die Gewalt, die von nationalistischen und/oder religiösen Gruppen angewendet wird, und gegen isoliert ausgeführte Aktionen von rassistischen, homophoben und/oder fundamentalistischen Individuen.

Wir lehnen die mörderischen Aktivitäten dieser Regierungen, Gruppen oder Individuen ab.

Die Medien und Staaten nutzen das Wort „Terrorismus“, um soziale Bewegungen zu verurteilen, aber wir verstehen das Wort nicht auf diese Weise. Wogegen wir uns stellen, ist die Anwendung von Gewalt und Terror gegen Zivilist*innen, um Angst innerhalb der Bevölkerung zu schüren und Autorität durchzusetzen. Dieser Terrorismus geht Hand in Hand mit der Verstärkung von staatlichen Sicherheitsmaßnahmen und autoritärer Staatspolitik.

In vielen Ländern wurde der Notstand erklärt und die Befugnisse von Polizei und Armee gestärkt, was hauptsächlich dazu dient, den sozialen Widerstand zu unterdrücken. Mauern werden errichtet, um Menschen am Weiterkommen zu hindern, Gefangenenlager werden gebaut und Regierungen, Kapitalist*innen und Schmuggler*innen nutzen die Gelegenheit, um sich auf Kosten von Flüchtenden zu bereichern.

Terrorismus durch religiöse und/oder nationalistische Gruppen und Staatsterrorismus nähren sich gegenseitig. Die Waffengeschäfte von regionalen und Weltmächten sind beispielsweise seit ihrer Beteiligung an externen Kriegen in die Höhe geschossen. Ihre interventionistischen Strategien helfen dabei, den Terrorismus von religiösen und/oder nationalistischen Gruppen aufrechtzuerhalten.

In der Zwischenzeit führt der Kapitalismus seine zerstörerische Arbeit fort und diejenigen, die davon betroffen sind, sind immer dieselben: Die Bevölkerung.
Wir leben in einer Zeit der globalen terroristischen Bedrohung, des allgemeinen Kriegs und der reaktionären Politik, in der Ethnie, Religion und Terrorismus miteinander verschmolzen werden. Wir kämpfen gegen die Ausbreitung von Rassismus. Wir unterstützen die Flüchtenden, die Bewegungsfreiheit und das Recht sich niederzulassen erstreben. Wir stehen in Solidarität mit denen, die aufgrund ihrer Ethnie oder ihres Glaubens zum Ziel werden.

Vor diesem Hintergrund, wir stehen auch all denjenigen auf der Welt zur Seite, die den Einfluss von Religion auf ihr Leben, ihre Handlungen und Gedanken abschütteln wollen.

Unser Kampf für Freiheit richtet sich gegen Staat, Kapitalismus und Religion.

IAF–IFA, 6. August 2016

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Die Schwarze Katze verteilt anlässlich des Antikriegstages diesen Aufruf als Flugblatt: http://schwarze.katze.dk/download/pdf/sk010916.pdf

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Revolution ist mehr als ein Wort: 23 Thesen zum Anarchismus

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 15 Aug, 2016 06:44:39
Die 23 Thesen zum Anarchismus sind hier zu finden:
http://www.alpineanarchist.org/r_23_thesen.html


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Soli-Transpi für R94 in Iserlohn

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 28 Jun, 2016 04:21:53
In Berlin gibt es seit 1990 das besetzte Haus an der Rigaer Straße 94. Dieses wurde von der Polizei teilgeräumt. Gegenüber vom Stadtbahnhof Iserlohn hängt ein Solitranspi für die R94 mit einem A im Kreis und der Aufschrift "Die Häuser denen die drin wohnen! R94 bleibt!". Hintergrundinfos und Chronik zur R94: https://rigaer94.squat.net/

Soli-Transpi für R94
Fotos: Schwarze Katze, 27.06.16

Soli-Transpi für R94Polizeiwagen am Stadtbahnhof Iserlohn (linke Bildhälfte) in der Nähe vom Transpi

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Tage der anarchistischen Ideen und Publikationen

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 24 Mai, 2016 05:48:19
Tage der anarchistischen Ideen und Publikationen
================================================
27. - 29. Mai 2016
Berlin


https://ausloeser.blackblogs.org/

Wir leben in Zeiten der sozialen Isolation: Wenn in unseren Leben noch
Platz für etwas anderes als Arbeit und Konsum, Routine und Unterhaltung,
Abstumpfung und Ablenkung bleibt, versuchen wir unserer Vereinzelung
durch die Flucht in fiktive Gemeinschaften und digitale Parallelwelten
zu entkommen. Zwar werden uns etliche scheinbar verschiedene Meinungen,
Medien und Protestgruppen angeboten, für die wir uns als angeblich freie
Individuen entscheiden können. Doch einen Weg zu finden, in dem wir
nicht nur jemanden „liken“ und uns durch andere repräsentieren lassen,
scheint für die meisten nicht greifbar zu sein. Wenn wir stattdessen
selbst denken, schreiben, sprechen und uns mit anderen Menschen
auseinandersetzen, können wir das „warum“ und „wie“ all dessen selbst
bestimmen. Das bedeutet in der Konsequenz auch entsprechend zu handeln.

Dies versuchen anarchistischen Initiativen, die im deutschsprachigen
Raum am entstehen sind umzusetzen, im offensiven Konflikt mit den
Herrschenden ihre eigenen Wege und Möglichkeiten zu gestalten und ihre
Ideen auf verschiedenste Art und Weise zu kommunizieren. All den
existierenden Schwierigkeiten zum Trotz, ist Kommunikation die Basis für
jede Auseinandersetzung und Diskussion, jede Kritik und Lebendigkeit.
Die Verbreitung von Ideen in die eigene Hand zu nehmen und dies ohne die
eigene Unabhängigkeit zu verlieren selbst zu organisieren, war seit
jeher eine Grundlage anarchistischer Projekte und Kämpfe. Wir sind der
Überzeugung, dass wir nur so heraus finden können, in was für einer
Realität wir uns wirklich bewegen und wo sich potentielle Brennpunkte
befinden.

Wir laden alle ein, die Interesse haben, über Ideen und Perspektiven der
Herrschaftsfreiheit, über Mittel und Methoden in unseren Kämpfen, über
Konsequenzen, Probleme und Hürden zu diskutieren und auch zu streiten.
Alle, die die Ablehnung von Delegation und Zentralisierung, Bürokratie
und technologischer Abhängigkeit, jeglichem Personenkult und jeglicher
Kooperationen mit formellen Organisationen und Parteien teilen und deren
Horizont eine Welt voll selbstorganisierter Solidarität und
Selbstbestimmung umspannt.

Statt Dienstleistung und konsumierbare Veranstaltungen wollen wir
Gedrucktes zugänglich machen, austauschen und verbreiten. Wir wollen uns
kennenlernen, über Erfahrungen reden und uns ohne Angst vor Konflikten
auseinandersetzen. Bringt euer Lesezeug mit und eure Programmvorschläge
ein! Stellt eure Publikationen und die Gedanken dahinter vor, lasst uns
Lebendigkeit in die Welt der Buchstaben bringen und Ideen zur Praxis machen!

Ort: New Yorck im Bethanien, Mariannenplatz 2a, Berlin
Weitere Infos: https://ausloeser.blackblogs.org/

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Heraus zum libertären 1. Mai

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 01 Mai, 2016 09:40:38
Heraus zum libertären 1. Mai - Gegen Arbeit, Kapital & Patriarchat
14 Uhr Demonstration ab Kaiserplatz Bonn
16 Uhr Straßenfest am Frankenbadplatz Bonn

Auch 2016 heißt es wieder: Heraus zum libertären 1. Mai!
_____
Aufruf:

Seit über hundert Jahren ist der 1. Mai der Kampftag der Arbeiter_innen-bewegung - er war der Tag der Menschen, die endlich ein schönere Leben für alle durchsetzen wollten und die nicht mehr hinnehmen wollten, dass sie im Kapitalismus zwar die Arbeit verrichteten und den Reichtum der Gesellschaften produzierten, und gleichzeitig zu einem Leben in Armut gezwungen wurden.

Immer noch der selbe Mist...

Trotz der Errungenschaften, die Arbeiter_innen seit Beginn der Industrialisierung erkämpft haben, hat sich an den grundlegenden Prinzipien dieser Gesellschaft, die dem Kapitalismus schlicht innewohnen, weltweit nichts geändert. Noch immer ist die Gesellschaft so eingerichtet, dass die große Zahl der Menschen ihre Arbeitskraft verkaufen muss, um zu überleben - ein denkbar unsicheres Unterfangen, das selbst bei Erfolg die Arbeitenden nur an einem aberwitzigen Bruchteil des produzierten Reichtums teilhaben lasst. Den zahlreichen Arbeitslosen sind die Möglichkeiten genommen, ihren Lebensunterhalt abseits der Lohnarbeit zu bestreiten. Sie bekommen die Auswirkungen der Arbeitsgeselischaft am härtesten zu spüren.

Noch immer kommen die, die in dieser Gesellschaft die Arbeit verrichten deutlich schlechter weg als die, die die Arbeitenden herumkommandieren und sie arbeiten lassen. Noch immer stehlen die langen Arbeitszeiten den Menschen den Großteil ihrer Freizeit, die außerdem selbst immer mehr vom
Terror des alltäglichen Schuftens geprägt ist. Noch immer wollen die Löhne nicht für mehr reichen als für die Reproduktion und ein paar Kleinigkeiten, obwohl die Produktivität der Arbeit und die produzierten Waren Jahr für Jahr neue Höhen erreichen. Der objektive Reichtum der menschlichen Gesellschaften steigt zwar immer weiter ins schier Unermessliche, doch die kapitalistische Selbstverständlichkeit, dass bittere Armut und volle Ladenregale sich nicht ausschließen, steht so felsenfest wie eh und je.

Durch gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse über den Kapitalismus hinaus erhalten Männer und weiße Menschen in den gleichen Jobs mehr Geld oder gelangen allgemein in besser bezahlte Berufe als Frauen sowie Betroffene von rassistischen Zuschreibungen. Zusätzlich zur allgemeinen Belastung der Erwerbsarbeit wird Frauen durch durch patriarchale Rollenverteilung die unentlohnte Reproduktionsarbeit (Haushalt, Pflege, Kommunikation etc.) aufgezwungen.

Während die politische Rechte die immer krisenhaftere Situation der kapitalistischen Ökonomie nutzt, um ohnehin weit verbreiteten Rassismus, Antisemitismus und Ressentiments gegen andere Minderheiten weiter zu schüren, wissen wir, dass die Befreiung von diesen Zuständen nur darin bestehen kann, die gesamten Verhältnisse zum Tanzen zu bringen. Wir brauchen ganz sicher keine neuen Führer_innen oder Hetze gegen Marginalisierte. Stattdessen muss sich das Bewusstsein der Menschen verändern, damit den falschen Verhältnissen insgesamt der Kampf angesagt werden kann und wir unser Leben selbst in die Hände nehmen können.

Die zahllosen Widersprüche in dieser Gesellschaft mögen ideologisch gut verkleistert und verborgen sein, und dennoch werden sie nirgendwo so stark deutlich wie in der alltäglichen Gewalt des Staates. Von den Bürger_innen als selbstverständlich empfunden, ist diese Gewalt tatsächlich Ausdruck davon, was Tag für Tag nötig ist, um diese Gesellschaft am Laufen zu halten.
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Deswegen: FÜR EIN SELBSTBESTIMMTES LEBEN & DIE EMANZIPATION VON KAPITAL, STAAT UND PATRIARCHAT!

HERAUS ZUM LIBERTÄREN 1. MAI!
_____

Bonn libertär - https://bonnlibertaer.noblogs.org/

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