Schwarze Katze

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Bundeswehrplakat in Menden sieht etwas abgerissen aus

MilitarismusGeschrieben von Schwarze Katze 01 Mär, 2017 22:02:57
Bundeswehrplakat in Menden sieht etwas abgerissen aus
Fotos und Bericht: Schwarze Katze, 28.02.17


Die Bundeswehr macht momentan eine Plakatkampagne, um neuen Nachwuchs zu ködern. Eins der Plakate hängt bei der Bushaltestelle Menden Bahnhof. Dieses Plakat sieht etwas abgerissen aus. Die frühere Werbung darunter ist nun zu sehen. Anscheinend gibt es im Sauerland nicht nur Freunde der Bundeswehr. Na sowas...
Etwas abgerissenes Bundeswehr-Plakat an der Bushaltestelle Menden Bahnhof.
Foto: Schwarze Katze, 28.02.17
Bushaltestellenschild Menden Bahnhof. Foto: Schwarze Katze, 28.02.17

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Offener Brief der Friedensgruppe Lüdenscheid zum Volkstrauertag 2016

MilitarismusGeschrieben von Schwarze Katze 21 Nov, 2016 20:20:56

Die Friedensgruppe Lüdenscheid hat folgenden Offenen Brief zum Denkmal Erwachender Jüngling veröffentlicht:

Offener Brief

An alle Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider,

die seit vielen Jahren am Volkstrauertag vor dem Denkmal „Erwachender Jüngling“ teilnehmen und den Tag gestalten.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

als 1935 das Denkmal „Der Erwachende“/ „Erwachender Jüngling“ errichtet wurde, war dies in der Stadt heftig umstritten. Viele forderten, den Familien der gefallenen und verletzten Soldaten des 1. Weltkriegs mehr Hilfe zukommen zu lassen und dafür auf die teure Skulptur zu verzichten. Aber die herrschende NSDAP setzte zur Stärkung des Heldenkults und des Kampfgeistes das Denkmal durch.

Im gleichen Jahr wurde, in bewusstem Bruch des Friedensvertrages von Versailles, die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Weiteres deutliches Signal war der Baubeginn der Lüdenscheider Kasernen Baukloh, Buckesfeld und Hellersen.

Mit der erhobenen Faust der Rache für die sogenannte „Schmach von Versailles“ und die Niederlage im Ersten Weltkrieg spiegelt die Figur den prägenden Slogan der SA und der NSDAP „Deutschland erwache! Juda verrecke!“ wider.

Deren häufig gesungenes Lied lautete:

Deutschland erwache/Heil Hitler dir!

Deutschland erwache aus deinem bösen Traum!
Gib fremden Juden in deinem Reich nicht Raum!
Wir wollen kämpfen für dein Auferstehn
Arisches Blut soll nicht untergehn!

All diese Heuchler, wir werfen sie hinaus,
Juda entweiche aus unserm deutschen Haus!
Ist erst die Scholle gesäubert und rein,
Werden wir einig und glücklich sein!

Wir sind die Kämpfer der N.S.D.A.P.
Treudeutsch im Herzen, im Kampfe fest und zäh.
Dem Hakenkreuze ergeben sind wir.
Heil unserm Führer, Heil Hitler dir!

Die Friedensgruppe bittet alle Verantwortlichen darum, dass wir im Frühjahr 2017 darüber sprechen und gemeinsam entscheiden, ob das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt vor dem nationalsozialistischen Denkmal angemessen ist oder doch vielmehr das Soldatenfeld des evangelischen Friedhofs entsprechend dem Leitsatz des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ den würdigen Rahmen böte. An der Parkstraße gibt es kein einziges Grab.

Über die Jahre wurde auch deutlich, dass immer weniger Bürgerinnen und Bürger Interesse zeigen. Insbesondere junge Menschen konnten nicht gewonnen werden. Auch unter diesem Aspekt wäre ein Neuanfang an einem – aus unserer Sicht – besseren Ort eine Chance, diesen Abwärtstrend zu stoppen. Die Friedensgruppe ist bereit, hierfür insbesondere an unseren Schulen zu werben.

Ungeachtet der erklärenden Informationstafeln ist der Platz an dem Denkmal nicht passend für den Geist des Grundgesetzes, der dem Frieden und der Völkerverständigung verpflichtet ist.

Chronologie und Kritik zum Denkmal „Der Erwachende“: http://www.friedensgruppe-luedenscheid.de/neu_themen.html

Pressebericht Volkstrauertag 2016: https://www.come-on.de/luedenscheid/volkstrauertag-buerger-erinnern-opfer-krieg-gewalt-6974528.html

In der Hoffnung auf einen guten Gedankenaustausch grüßt Sie freundlich

Friedensgruppe Lüdenscheid



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Neue Blogkategorie: Militarismus

MilitarismusGeschrieben von Schwarze Katze 18 Okt, 2016 07:55:23
Schwarze Katze Blogkategorie Militarismus:
http://schwarze.katze.dk/#category20

In den Blogkategorien sind nicht die Artikel auf der Webseite, sondern nur die Blog-Texte seit 2010 enthalten.

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Bundeswehr sucht Kanonenfutter

MilitarismusGeschrieben von Schwarze Katze 11 Okt, 2016 14:36:10
Die Bundeswehr sucht Kanonenfutter. An der Bushaltestelle Menden Bahnhof ist ein militaristisches Plakat der Bundeswehr zu sehen. Ein Dunkelhäutiger mit Bundeswehruniform hockt vor einem verletzten Soldaten. Im Hintergrund ein Hubschrauber. Abenteuer, was erleben, eine Aufgabe haben, Geld verdienen. Das künftige Kanonenfutter wird als "Helden in grün" bezeichnet. Durch solche Plakate werden gezielt Migranten für kriegerische Einsätze angeworben. Warum werden über diese Plakatkampagne Sanitäter und Ärzte gesucht? Werden in Zukunft von der Bundeswehr Kriege geplant, bei denen es mehr Verletzte als bisher gibt?

Bundeswehr sucht Kanonenfutter
Fotos: Schwarze Katze, 11.10.16

Helden in grün?
Oder Kanonenfutter?

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Protest gegen Bundeswehr in Hemer

MilitarismusGeschrieben von Schwarze Katze 24 Sep, 2016 05:39:03
Fotobericht der Protestaktion gegen den Bundeswehrtag in Hemer am 28.09.10:
http://schwarze.katze.dk/fotos/280910.html
Protest gegen Bundeswehrtag in Hemer, Foto: Schwarze Katze, 28.09.10

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Der Erwachende Jüngling

MilitarismusGeschrieben von Schwarze Katze 08 Mai, 2016 06:29:25
In Lüdenscheid sorgt das Mahmal Der Erwachende seit Jahrzehnten für Diskussionen. Dazu gibt es einen Schwarze Katze Fotobericht. http://schwarze.katze.dk/fotos/kdk02.html
Der Erwachende, Foto: Schwarze Katze, 18.03.15

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Schwarze Katze Radiosendung zur Antimilitarismus Kampagne

MilitarismusGeschrieben von Schwarze Katze 09 Dez, 2014 09:21:31

Die Kampagne “Heute wie vor 100 Jahren: Krieg dem Krieg! Für die soziale Revolution!” findet am ersten Augustwochenende 2014 statt. Die Schwarze Katze hat dazu eine Radiosendung produziert. Darin enthalten sind zwei etwa halbstündige und ein 7minütiges Interview. Das erste längere Interview geht unter anderem um die Bundeswehr, Ursula von der Leyen, den I. Weltkrieg und die Kampagne an sich. Der Schwerpunkt des zweiten längeren Interviews liegt auf dem historischen Aspekt des I. Weltkriegs, dessen Auswirkungen und der Kritik an militaristischen Strömungen in der Arbeiterbewegung.

Martin Veith nimmt Stellung zu seinem bei der Kampagne vorgestellten Buch “Ehern, tapfer, vergessen. Die unbekannte Internationale – AnarchistInnen & SyndikalistInnen und der Erste Weltkrieg”. Weiterhin sind zwei Redebeiträge von Kampagnen-Veranstaltungen für die Sendung aufgenommen worden: Uwe Neubauer liest aus “Ein Kind unserer Zeit” von Ödön von Horvath (1901 – 1938). Wolf Wetzel spricht zum I. Weltkrieg. Über eine Stunde geballte Antimilitarismus-Information:

http://schwarze.katze.dk/texte/krieg08.html

Plakat und Broschüre der "Krieg dem Krieg"-Kampagne auf dem Schwarze Katze Stand auf dem Friedensfest 2014. Foto: Schwarze Katze, 06.06.14

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Ehern, tapfer, vergessen

MilitarismusGeschrieben von Schwarze Katze 01 Sep, 2014 18:47:36
Interview zum Buch "Ehern, tapfer, vergessen"
Die Schwarze Katze hat am 03.08.14 in Dortmund ein Interview mit Martin Veith, einem der Autoren des Buches "Ehern, tapfer, vergessen - Die unbekannte Internationale - AnarchistInnen & SyndikalistInnen und der Erste Weltkrieg" geführt. Es geht um antimilitaristischen Widerstand im I. Weltkrieg in verschiedenen Ländern, so auch in Rumänien und Neuseeland. Der Autor gibt im Interview Auskunft über sein im Buch erschienenen Kapitel "„Krieg dem Krieg” - Agitation und Widerstand von Anarchisten und Syndikalisten gegen den Ersten Weltkrieg in Rumänien". Das Interview ist hier nachlesbar: http://schwarze.katze.dk/texte/buch30.html und wurde ausserdem in der Papierausgabe der Gai Dao Nr. 45 September 2014 auf den Seiten 14-15 abgedruckt.


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War-Starts-Here-Camp 2014 startet am 17.08.14

MilitarismusGeschrieben von Schwarze Katze 15 Aug, 2014 06:26:01
Der Countdown läuft!!! Am 17. August beginnt das dritte War-Starts-Here-Camp in der Altmark und läuft bis zum 25.08.15.. Das antimilitaristische Diskussions- und Aktionscamp wird wieder auf dem Platz zwischen Parleib und Potzehne statt finden, etwa 60km nördlich von Magdeburg. Laut Bundeswehr werden auf dem Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) einzelne Übungen während des Camps statt finden. Als Reaktion auf den antimilitaristischen Protest wurde der militärische Sicherheitsbereich vorübergehend erweitert, dafür gibts in diesem Jahr wohl keine Allgemeinverfügung. Läuft also ungefähr auf das selbe hinaus, was uns jedoch nicht (mehr als bisher) stören soll.

Ein (B)klick auf die webseite lohnt sich im moment sehr, es gibt viele aktuelle Infos. Auch während des Camps werden wir euch dort auf dem Laufenden halten (zur Dokumentation und für die, die leider leider leider nicht kommen können oder wollen). Webseite: http://warstartsherecamp.org/



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Protestaktionen zum Jahrestag des 1. Weltkrieges

MilitarismusGeschrieben von Schwarze Katze 01 Aug, 2014 16:39:50

In Dortmund führt am ersten August-Wochenende 2014 die Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr verschiedene Veranstaltungen unter dem Motto “Heute wie vor 100
Jahren: Krieg dem Krieg! Für die soziale Revolution!” durch, um an den
Ausbruch des 1. Weltkrieges zu gedenken und gegen Kriege und Militär ein
deutlisches Zeichen zu setzen.

Die verschiedenen Gruppen aus dem ganzen Ruhrgebiet, die in der
Anarchistischen Föderation Rhein/Ruhr organisiert sind, haben sich dazu
entschieden diese Kampagne gemeinsam zu organisieren, da ihnen das
herkömmliche Gedenken nicht weit genug gehe und viele Ursachen von Kriegen
verschwiegen würden, erklärt Nina Schnürmann von der AFRR. “Oft bekommen
wir den Eindruck, dass der Krieg wegen einer ungünstigen politischen Lage
und der Ermordung eines österreichischen Thronfolgers einfach ausgebrochen
sei wie eine Naturgewalt. Allerdings gab es 1914, wie in allen Kriegen,
Menschen und Institutionen, die davon profitierten und die ein Interesse
am Krieg hatten” erklärt sie weiter. Dazu zählen nach Meinung der
Aktivisten die Rüstungsindustrie, Menschen mit Großmachtphantasien in der
Bevölkerung aber auch der Staat selbst, der sich mit Krieg immer wieder
seine Macht ausbaue.

Mit der Kampagne sollen ganz klar Bezüge in die heutige Zeit gezogen
werden. “Gerade dadurch, dass uns die Bundeswehr immer wieder in
Universitäten, Schulen und Werbung begegnet und die Zeitungen voll mit
Kriegsmeldungen sind, ist es leicht sich an Armeen und Krieg zu gewöhnen.
Wir glauben aber, dass gerade die Schrecken des 1. Weltkrieges ein
deutliches Mahnmal sein müssen und dass Militarismus immer barbarische
Folgen für die Menschen hat.” sagt Nina Schnürmann.

Am Anfang des Wochenendes steht am Freitag, den 1. August und damit der
100. Jahrestag des deutschen Kriegseintritts, um 18 Uhr eine Kundgebung an
den Dortmunder Katharinentreppen gegenüber des Hauptbahnhofs, auf dem
Programm.
Samstags wird es Abends im Taranta Babu einen Vortrag zum Widerstand gegen
den 1. Weltkrieg und eine Gedichtelesung geben.
Das Wochenende soll am Sonntag im Langen August mit Vorträgen zu dem
Kriegsausbruch in Dortmund und dem Wesen von Kriegen heutzutage, einer
Lesung von Gedichten aus der Zeit 1914-1918 und einem Workshop über
Aktivitäten gegen Militarismus enden. In einem sind sich die Organisatoren
aber sicher: “Um dauerhaft Frieden zu schaffen müssen die sozialen
Ungleichheiten und die Abhängigkeiten von Menschen angegangen werden. Auch
das haben wir durch die intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte
gelernt.”

Auf der offiziellen Internetseite http://krieg-dem-krieg.fda-ifa.org gibt es
alle weiteren Informationen zur Kampagne.



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