Schwarze Katze

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Die Deutschen und der Holocaust

AntifaGeschrieben von Schwarze Katze 19 Apr, 2018 21:16:23

Zum Gedenken an den 76. Jahrestag der Deportation der letzten Lüdenscheider Juden in die Vernichtungslager am 28. April 1942

„Die Deutschen und der Holocaust. Was niemand wissen wollte, aber jeder wissen konnte.“

Lüdenscheider Gespräche

Mittwoch, den 25. April 2018, 18 Uhr, Kulturhaus

Prof. Dr. Bernward Dörner, Historiker, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch

„Davon haben wir nichts gewusst!“, hieß es nach dem Ende des NS-Regimes. Nur wenige Deutsche gaben zu, von der Ermordung der Juden erfahren zu haben. Der Verdacht, dass es sich um eine Schutzbehauptung handeln könnte, lag von Anfang an nahe. Den wissenschaftlichen Nachweis über die Wahrnehmung des Genoids an den Juden zu erbringen, ist indes schwierig: Ein Großteil der belastenden Akten ist gezielt vernich-tet worden. Die meisten Deutschen verdrängten oder verleugneten ihr Wissen. Doch zeitgenössische Akten (geheime Lageberichte, Strafverfahren, Tagebücher, Hitler-Reden etc.) entlarven jahrzehntelang gepflegte Lebenslügen.

Bernward Dörner, Jahrgang 1956, hat nach einem Studium der Geschichte und Germanistik über die Unterdrückung von kritischen Äußerungen durch das das NS-„Heimtücke-Gesetz“ promoviert. Bei seinen Archivrecherchen stieß er damals auf aktenkundig gewordene Äußerungen von ganz normalen Deutschen über die Ermordung der Juden. Seine Habilitationsschrift über die gesellschaftliche Wahrnehmung des Genozids mündete in sein Buch „Die Deutschen und der Holocaust. Was niemand wissen wollte, aber jeder wissen konnte“. Bernward Dörner ist apl. Professor für Neuere Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin.

Veranstalter: Institut für Geschichte und Biographie der FernUniversität in Hagen
in Kooperation mit den Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus Lüdenscheid e.V. und VHS.

Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus Lüdenscheid e.V.
www.ge-denk-zellen-altes-rathaus.de



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Verboten und verbrannt "Wider das Vergessen! 10.Mai 1933: Bücherverbrennung"

AntifaGeschrieben von Schwarze Katze 17 Apr, 2018 06:40:41
Verboten und verbrannt
"Wider das Vergessen! 10.Mai 1933: Bücherverbrennung"
Eine Ausstellung zum 85. Jahrestag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933
Am 10. Mai 1933 inszenierten die Nationalsozialisten mit Hilfe der "Deutschen Studentenschaft" die folgenschwerste Bücherverbrennung der deutschen Geschichte. Das Motto: "Wider dem undeutschen Geist". Landesweit wurden an diesem Tag in den deutschen Universitätsstädten „undeutsche und volksschädliche“ Werke von jüdischen, marxistischen oder pazifistischen Autoren vernichtet. Zu den betroffenen Schriftstellern gehörten unter anderem Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud, Franz Kafka, Erich Kästner, Heinrich und Thomas Mann, Karl Marx, Erich Maria Remarque, Stefan Zweig. Die Liste umfasste mehr als 130 Personen, deren Werke aus Bibliotheken und Buchhandlungen entfernt werden mussten. Während die Volksbibliotheken gründlich gesäubert wurden, wurde ein Teil der verbotenen Literatur sekretiert (weggeschlossen). Dadurch wurde ein Bestand überliefert, der immer noch für die Forschung wichtig ist. Die straff organisierte und ritualisierte Bücherverbrennung bildete den Auftakt zur Vertreibung und Verfolgung unzähliger Repräsentanten der deutschen und deutschsprachigen Kultur.

Das Stadtmuseum Iserlohn möchte an dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte erinnern und präsentiert aus Anlass des 85. Jahrestags vom 26. April bis zum 3. Juni 2018 die Ausstellung "Wider das Vergessen! 10.Mai 1933: Bücherverbrennung" mit zahlreichen Erstausgaben der damals verbrannten Titel. "Bis heute ist zwar Vieles aufgearbeitet worden, jedoch ist die Bücherverbrennung von 1933 ein in diesen Dimensionen einmaliges Kulturverbrechen, das auch der Nachwelt vermittelt und in Erinnerung gerufen werden muss, z.B. durch mehr Präsenz in Schulbüchern und ähnlichen Materialien." Claus Friedrich

Die Ausstellung wurde von Claus Friedrich, Iserlohn, konzipiert. Er hat in mehr als 25 Jahren über 250 Originalausgaben von Büchern zusammengetragen, deren Autoren in jenen Tagen der dunkelsten Zeit deutscher Geschichte inhaftiert, umgebracht oder ins Exil gezwungen wurden. Friedrich sieht in seiner Sammlerleidenschaft eine Selbstverpflichtung: "Ich möchte aufklären. Bis heute ist nicht vollständig aufgearbeitet, was schon vor dem 10. Mai 1933 und danach passierte". Seine Bücher wurden bereits bei verschiedenen Veranstaltungen präsentiert. Der Eintritt ist frei.

Ausstellungsdauer: 26. April - 3. Juni 2018

Stadtmuseum Iserlohn, Fritz-Kühn-Platz 1, 58636 Iserlohn (Friedensfestplatz)

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag 10.00 - 19.00 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen.

Eintritt frei


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Fotobericht zum Neonaziaufmarsch in Dortmund am 14.04.18

AntifaGeschrieben von Schwarze Katze 15 Apr, 2018 22:48:22
Neonaziaufmarsch in Dortmund
5.000 Gegendemonstranten stehen 500 Ewiggestrigen entgegen
Aktivistische Unabhängige Antifa, 15.04.18

Gestern waren über 5.000 Menschen in Dortmund gegen den Neonaziaufmarsch auf den Beinen.

Leider behinderte die Polizei wieder gezielt den angemeldeten Gegenprotest. Die gesamte Route des Neonaziaufmarsches war von Sperrstellen der Polizei hermetisch abgeriegelt. Viele Gegendemonstrant*innen wurden bei ihrem Versuch, an den von BlockaDO für 11 Uhr angemeldeten Treffpunkt an der Nazi Route zu gelangen, von einer Sperrstelle zur nächsten verwiesen. Trotzdem versuchten mehrere, größere Gruppen, an die Naziroute zu gelangen. Die Polizei verhielt sich dabei äußerst aggressiv. Sie zog immer wieder ohne Grund einzelne Leute heraus. Andere Demonstrant*innen wurden ebenfalls ohne Grund geschlagen. Dabei wurden zwei A.U.A.-Aktivist*innen leicht verletzt. Schließlich teilte sich unsere Gruppe in zwei Gruppen auf, um so den Neonaziaufmarsch von beiden Seiten der Route zu stören.

Durch die extreme Abschirmung der Polizei war es nicht möglich, direkt an die Naziroute zu gelangen. Allerdings gelang es zumindest einer unserer Kleingruppen, relativ nah in Sicht- und Hörweite lautstark zu protestieren.

Leider wurde eine befreundete Gruppe auf der Rückreise von Nazis attackiert. Dabei wurde eine Person leicht verletzt. Die Nazis konnten dingfest gemacht werden.
Transpi gegen Naziterror
Cops ganz in schwarz
Cop-Car
Warten auf die Nazis! Mensch-Ärger-Dich-Nicht Spielen.
Hamburger Gitter zwischen Polizei und Antifa
Antisemitisches Transpa im Lauti der Nazidemo
Abschlusskundgebung der Nazis. Auf dem Foto zu sehen: Antifa, Polizei, Nazis.
Knallhart gegen Rechts - Lieb zueinander!

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Gegen den Naziaufmarsch am 14. April 2018

AntifaGeschrieben von Schwarze Katze 07 Apr, 2018 07:02:28
Gegen den Naziaufmarsch am 14. April 2018!
Blockado Dortmund, 14.01.18
Für ein solidarisches Europa

Für den 14. April 2018 mobilisieren Dortmunder Nazis der Partei „Die Rechte“ europaweit zu einer Demonstration nach Dortmund – diesmal im Verbund mit anderen europäischen Nazis unter einem Motto, das starke Anklänge an den Nationalsozialismus hat („Europa Erwache!“).

In vielen Teilen Europas sind rechte Bewegungen und Parteien auf dem Vormarsch. Anknüpfend an diese Stimmung versuchen nun auch die Dortmunder Nazis sich mit einem neuen Format zu etablieren bzw. ihre Position in der europäischen extremen Rechten zu festigen.

Dies gilt es zu verhindern!

Stellen wir uns dem Rechtsruck in Europa und am 14. April ganz konkret dem Naziaufmarsch in Dortmund entgegen. Zeigen wir den Nazis, dass wir ein offenes, solidarisches und soziales Europa und keine nationalistische Beschränktheit wollen! Zeigen wir ihnen, dass wir uns gegen jegliche rechte Hetze und Ausgrenzung stellen!

Gemeinsam gegen Nazis

Das geht am besten, wenn wir alle zusammenarbeiten: Nazigegner*innen, Antifa-Aktivist*innen, Aktive aus Parteien, Gewerkschaften, Migrant*innen-Organisationen, Kirchengemeinden, LGBTI-Aktivist*innen, Leute aus den Stadtteilen…kurz: wir alle!

Es ist unerträglich, dass Nazis versuchen, alljährlich in Dortmund ein neues Aufmarsch-Format zu etablieren. Unter ihrem Demo-Slogan zum 14. April werben sie bereits seit vielen Monaten in menschenverachtender und Nazi-glorifizierender Weise.

Das BlockaDo-Bündnis ist solidarisch mit allen, die an diesem Tag etwas gegen den Naziaufmarsch machen wollen. Die Vielfalt des Widerstands ist unsere Stärke!

Wir sehen uns am 14. April auf den Straßen und den Plätzen in Dortmund!


Schwarze Katze Nachtrag 10.04.18: Die Route der Nazi-Demo wurde von der Polizei bekanntgegeben. Karte der Route: http://dortmund.blogsport.de/

Weitere Infos zur Demo: http://antifaunion.blogsport.de/
Dortmunder Antifa Bulletin: http://dab.nadir.org/

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Interview mit Nazi-Aussteiger Axel Reitz

AntifaGeschrieben von Schwarze Katze 05 Mär, 2018 06:57:26
2-Stunden-Interview mit Axel Reitz, der 2012 aus der Nazi-Szene ausgestiegen ist.
In dem Interview geht es um seine Vergangenheit, den Aufbau der Naziszene, V-Männer, die AfD und wie er heute die Welt sieht. Interview hören.
Mikrofon. Foto: Schwarze Katze, 15.02.18.

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Schwarze Katze Themenseite Nationalismus

AntifaGeschrieben von Schwarze Katze 17 Mai, 2017 16:47:16
Schwarze Katze Themenseite Nationalismus: http://schwarze.katze.dk/anna/




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Good Night White Pride

AntifaGeschrieben von Schwarze Katze 07 Jan, 2017 08:26:20


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Demofotos

AntifaGeschrieben von Schwarze Katze 09 Okt, 2016 07:08:58
Robert Rutkowski veröffentlicht auf flickr Demofotos:
https://www.flickr.com/photos/korallenherz/albums/with/72157674844232026

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Antifa ist mehr

AntifaGeschrieben von Schwarze Katze 07 Jul, 2016 22:04:20
Antifa Gruppen aus dem Ruhrgebiet haben die großen Aktionen am 1. Mai 2016 in Bochum und am 04.06.16 Aktionen gegen den Tag der deutschen Zukunft in Dortmund ausgewertet und dazu folgenden Text verfasst:

In eigener Sache: Antifa ist mehr

Eine gemeinsame Erklärung der Antifaschistischen Aktion Bochum, Antifa Essen Z, Antifa Oberhausen und Crème Critique (Duisburg)

In den vergangenen Monaten sind sowohl am 01.05. als auch am 04.06. erfreulicherweise bis zu 200 Antifas aus dem westlichen Ruhrgebiet zusammen mit uns nach Bochum bzw. Dortmund gefahren, um die dortigen Naziaufmärsche zu verhindern. Leider, aufgrund der Polizeitaktik, relativ erfolglos. Wir haben als Antifa-Gruppen, die die gemeinsame Anreise organisiert haben, vor allem den ereignisreichen Tag in Dortmund kritisch reflektiert und wollen nun unsere Erkenntnisse und Wünsche mit euch teilen, um zukünftige Protestaktionen zielführender zu gestalten.

„Naziaufmärsche verhindern“ – Für uns nicht nur eine Floskel

Wenn ein Naziaufmarsch ansteht und wir zu Gegenaktivitäten aufrufen, ist es unser Ziel, diesen zu verhindern oder zumindest so viel wie möglich zu sabotieren und zu behindern. Von symbolischem Protest an der Route und „Bratwurst essen gegen Rechts“ halten wir wenig, wenn Nazis ihre menschenverachtende Ideologie als Propaganda auf die Straße tragen.

Selbstverständlich versuchen wir alle mitreisenden Antifaschist*innen nicht in unangenehme und strafrechtlich relevante Situation zu bringen. Allerdings können wir solche Situationen auch nicht ausschließen, wenn wir versuchen, einen Naziaufmarsch z.B. durch Sitzblockaden zu verhindern.

Wenn es zu solchen Blockaden oder anderen potentiell brenzligen Situationen mit der Polizei kommt, wünschen wir uns ein solidarisches Verhalten innerhalb der Gruppe. Das heißt, wir bleiben zusammen und lassen nicht die vorderen Reihen, die sich am nächsten an der Polizei befinden, alleine. Wir erwarten von den mitfahrenden Personen, dass sie sich bereits im Vorfeld darüber im Klaren sind, wie weit sie gehen möchten und sich auf den Tag vorbereitet haben. Wir fordern keine Selbstverpflichtung, immer bis zum Äußersten zu gehen, sich von der Polizei einkassieren zu lassen oder auch “für die Sache” grundsätzlich Strafanzeigen in Kauf nehmen zu müssen. Eine grundsätzliche Bereitschaft, eine Sitzblockade bis zum Ende durchzuhalten und sich nicht von der Polizei einschüchtern zu lassen, ist für uns aber schon notwendig, um ernsthaft dem Ziel, den Nazis den Tag zu versauen, näher zu kommen.

Die Cops sind nicht unsere Freunde

Die Polizei versucht, mit all ihren Mitteln antifaschistischen Gegenprotest an der Nähe der Nazi-Route zu verhindern. Neben ihrem gewaltbereiten Auftreten schaffen sie dies vor allem durch die Einschüchterung von Antifaschist*innen, indem sie repressive Maßnahmen durchführen. Wir versuchen uns aber davon so wenig wie möglich in unserem Handeln einschränken zu lassen. Bei Sitzblockaden handelt es sich in den allermeisten Fällen um eine Ordnungswidrigkeit des zivilen Ungehorsams, vergleichbar mit dem Anbringen von Aufklebern, und nicht um eine Straftat – auch wenn die Polizei dies gerne mal behauptet. Es gibt deshalb keinen Grund, schon bei der ersten Räumungsandrohung der Polizei in Panik zu verfallen. Stattdessen solltet Ihr in Ruhe die Durchsagen und Hinweise der Finger-Orga abwarten. Bitte achtet außerdem darauf, euch in Gegenwart von Polizist*innen möglichst unauffällig zu verhalten und die Gespräche mit euren Freund*innen nur leise zu führen. Die Polizei muss nicht wissen, was wir uns zu sagen haben. Das geht sie erstens nichts an und gefährdet zweitens unsere Strukturen.

Wir lassen niemanden alleine

Hat unser Plan mal nicht funktioniert und finden wir uns in einem Polizeikessel oder der Gefangenensammelstelle (GeSa) wieder, ist auch dies kein Grund die Ruhe zu verlieren. Beachtet die Tipps der Roten Hilfe und meldet euch nach eurer Freilassung bei eurer lokalen Roten Hilfe und/oder Antifa-Struktur. Dann schauen wir gemeinsam, wie wir mit der Repression umgehen, Geld sammeln können und welchen anwaltliche Hilfe wir nehmen. So wie es aktuell auch nach dem Kessel in Bochum am 01.05. passiert.

In diesem Sinne: Antifa ist mehr – „Naziaufmärsche verhindern“ nicht zur Floskel werden lassen!


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Gegenaktivitäten zum Tag der deutschen Zukunft

AntifaGeschrieben von Schwarze Katze 02 Jun, 2016 21:33:07
Am 4. Juni wollen Neonazis durch Dortmund marschieren. Infos über Gegenaktivitäten sind auf https://dortmund.no-tddz.org/ zu finden.


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