Schwarze Katze

Schwarze Katze

Mehr als nur Gewerkschaft

Anarcho-SyndikalismusGeschrieben von Schwarze Katze 06 Feb, 2013 08:29:22
Die FAU-IAA - Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union, Mitglied der Internationalen Arbeiter Assoziation - hat eine lesenwerte Internetpräsenz: www.fau.org - Reinschauen lohnt sich!
FAU-Flugblätter auf dem Schwarze Katze Stand beim Friedensfest 2011.
Foto: Schwarze Katze, 01.07.11, Iserlohn.

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Gegen Ausbeutung im Minijob

Anarcho-SyndikalismusGeschrieben von Schwarze Katze 12 Dez, 2012 06:27:46

Jung und Billig
Gemeinsam gegen Ausbeutung im Minijob

“Jung und Billig” ist eine Kampagne gegen Ausbeutung in und durch Minijobs. Sie dient der Sicherung und Ausweitung der Rechte von geringfügig Beschäftigten, der Vernetzung und des Wissensaustausches, sowie der Unterstützung von Minijobbenden direkt im Betrieb. Infos: www.minijob.cc



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Runter vom Sofa - Rin in die Kartoffeln!

Anarcho-SyndikalismusGeschrieben von Schwarze Katze 04 Nov, 2012 21:43:41
*Aufruf der FAU Berlin zum europäischen Generalstreik am 14. November*

*Runter vom Sofa - Rin in die Kartoffeln!***

*Vom Aktionstag zum Generalstreik gegen das Europa des Kapitals*


Diese fiese Krise. Ständig hören wir auf fast allen Kanälen dieselbe
Leier: Wir müssen den Gürtel enger schnallen, sparen, sparen, sparen,
die Schuldenbremse sei unvermeidlich. Also: tagein, tagaus denselben
dreimal durchgerührten Quark.

Die Folgen dieser Rhetorik und der dahinterliegenden Interessen sind
auch in Deutschland spürbar und teilweise in den letzten Jahren bereits
Wirklichkeit geworden. Zudem kündigen sich bereits neue Angriffe an,
z.B. im Fahrwasser der Schuldenbremse. Und niemand kann genau sagen, was
passiert, wenn der wirtschaftliche Abschwung auch Deutschland erfasst.

In vielen europäischen Ländern, akut Griechenland und Spanien, Italien
und Portugal, sind die Folgen durchschlagender, haben eine
offensichtliche bittere Realität geschaffen, einen akuten Notstand, der
unser Handeln fordert: Unter dem Deckmantel des Sparens findet eine
Entrechtung der Menschen zugunsten von Profitinteressen statt. Es werden
Verarmungsprogramme ohnegleichen gegen die Bevölkerung durchgesetzt,
gewerkschaftliche Rechte eingeschränkt und Widerstand brutal bekämpft.
Maßgeblichen Einfluss hat hierbei die deutsche Regierung.

Generalstreik in Europa


Jedoch lässt sich der Widerstand gegen die Verschlechterung der
Lebensbedingungen von ArbeiterInnen und Erwerbslosen nicht kleinkriegen.
In vielen Ländern existieren starke soziale Bewegungen und
Gewerkschaften rufen zu Generalstreiks gegen die "Reformen" auf. Die
Bewegungen in den jeweiligen Staaten stoßen jedoch an ihre Grenzen.

Gegen einen europaweiten Angriff auf die Arbeiterklasse hilft kein
nationales Kleinklein. Viele GewerkschafterInnen in Europa wissen das
und es ist erfreulich, dass dem jetzt endlich Taten folgen. Ein
(teil-)europäischer Generalstreik wäre ein historischer Meilenstein und
könnte der Beginn einer starken europäischen Arbeiterbewegung sein.

In vielen südeuropäischen Ländern (Portugal, Spanien, Zypern, Malta,
Italien) wird das gesellschaftliche Leben daher am 14. November zu einem
großen Teil stillstehen. Anderswo (z.B. Frankreich, England) rufen
Gewerkschaften und andere Gruppen zu großen Aktionen auf. Und es bleibt
weiter spannend, denn die Basis für den Streiktag verbreitert sich stetig.

... und Deutschland?


Die Arbeitenden in Deutschland sind traditionell nicht so weit vorne
dabei, wenn es um Widerstand gegen Verschlechterungen ihrer
Lebensbedingungen geht. Denn obwohl die Löhne seit Jahren nicht
gestiegen sind und der Arbeitsmarkt neoliberal umgebaut wurde,
Stichworte Agenda 2010, massiver Niedriglohnsektor, Leiharbeit und Rente
mit 67, bleibt Deutschland das Land mit den wenigsten Streiks in Europa.

Auch Krisenproteste finden hierzulande nur wenig Resonanz. Neben der
(noch) stabilen ökonomischen Lage, könnte auch der öffentliche Diskurs
ein Grund sein, der unsere Welt in "faule Südländer" und "fleißige
Deutsche" zu teilen versucht, anstatt aufzudecken, dass der Kampf
zwischen den Bossen aus Staat und Wirtschaft einerseits und uns
Arbeitenden andererseits tobt, dass die Angriffe auf unsere europäischen
KollegInnen Teil des "Klassenkampfs von oben" ist.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es hierzulande an
kämpferischen Gewerkschaften mangelt. Anstatt sich mit den kämpfenden
Arbeitenden in anderen Ländern zu solidarisieren, stützen leider auch
manche deutsche Gewerkschaftsfunktionäre, wie der IG Metall-Vorsitzende
Huber, die Krisenlügen von den maßlosen Südländern und dem deutschen
Zahlmeister.

Wir finden es gut, dass die DGB-Gewerkschaften in Deutschland auch zu
Protesten aufrufen, fürchten aber, dass das eher dem Druck von Teilen
der Gewerkschaftsbasis und der Angst, den fahrenden Zug zu verpassen,
geschuldet ist.

Auf die eigene Kraft vertrauen


In den syndikalistischen Gewerkschaften ist eine Zusammenarbeit über
Ländergrenzen hinweg seit jeher selbstverständliche Praxis. Wir sehen
die Kämpfe der ArbeiterInnen in Griechenland, Spanien oder Portugal
daher auch als Teil unserer eigenen Kämpfe gegen die nächsten
Sozialkürzungen hier.

Das gilt auch andersherum. Die beste Solidarität mit den europäischen
KollegInnen ist es deshalb, dort wo wir wohnen und arbeiten kämpferische
und selbstorganisierte Gewerkschaften aufzubauen, die sich nicht vom
Standortgebrabbel einlullen lassen, die selbstbewusst die Interessen der
Belegschaften vertreten und deren Solidarität keine Grenzen kennt.

Runter vom Sofa - Rin in die Kartoffeln!

Zeigen wir am 14. November, dass wir viele sind, dass wir uns nichts
gefallen lassen und dass in ganz Europa, auf der ganzen Welt derselbe
Kampf geführt wird: Klasse gegen Klasse.

14. November Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor

15 Uhr DGB-Kundgebung

16:30 Demonstration des Griechenland-Solikomittees

Wir sehen uns bei den schwarz-roten Fahnen

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ILO mahnt Bundesregierung: Gewerkschaftsrechte garantieren

Anarcho-SyndikalismusGeschrieben von Schwarze Katze 21 Dez, 2011 10:54:53

ILO mahnt Bundesregierung: Gewerkschaftsrechte garantieren Nach einer Beschwerde der FAU Berlin bestärkt die UN-Arbeitsorganisation ILO die Rechte von Minderheitsgewerkschaften. Allgemeines Syndikat der FAU Berlin, 21.12.11

In ihrem Bericht vom November 2011 fordert die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) die Bundesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) die Interessen ihrer Mitglieder gemäß der Konventionen 87 und 98 vertreten könne. Das Komitee für Vereinigungsfreiheit der UNO-Organisation benennt für die FAU Berlin insbesondere das Recht der freien Meinungsäußerung, das Zutrittsrecht zu sämtlichen Betrieben, in denen sie Mitglieder hat, und das Recht auf Teilnahme an Betriebsratssitzungen, sofern sie auf betrieblicher Ebene repräsentativ ist.

Zur Wahrung der Interessen von sog. Minderheitsgewerkschaften wurde die Bundesregierung darüberhinaus aufgefordert, die ILO umgehend zu informieren, sollte die Gesetzesinitiative zur Tarifeinheit wieder aufgegriffen werden – die Regierung hatte der UN-Organisation mitgeteilt und damit erstmals schriftlich bestätigt, dass das umstrittene Vorhaben eingestellt ist.

Die ILO reagierte damit auf eine Beschwerde der FAU vom April 2010 (Fall Nr. 2805; FAU gegen Bundesregierung auf Einhaltung der ILO-Konventionen 87 und 98). Die Beschwerde war eine Reaktion auf zwei Urteile des Landesarbeitsgerichts und des Landgerichtes Berlin, in denen der Lokalorganisation der FAU im Zuge eines Arbeitskonflikts per einstweiliger Verfügung nicht nur sämtliche Arbeitskampfmaßnahmen untersagt wurden, sondern gleichsam untersagt wurde, sich als Gewerkschaft bzw. Basisgewerkschaft zu bezeichnen. Infolge der Urteile wurde die FAU Berlin nicht nur als mögliche Tarifpartei aus dem Betrieb gedrängt, sondern ihr wurde auch die Teilnahme an Betriebsratssitzungen und Betriebsversammlungen verwehrt. Seither sieht sich die FAU Berlin mit mehreren Hausverboten gegen Gewerkschaftsvertreter konfrontiert – sowohl im damaligen als auch in aktuellen Arbeitskonflikten. In zwei Fällen hatte dies sogar zu Anzeigen wegen angeblichen Hausfriedensbruchs geführt.

Wir begrüßen ausdrücklich diese Entscheidung eines internationalen Gremiums wie der ILO. Sie stärkt nicht nur unsere Position in aktuellen Konflikten, sondern ebenso die Position all derer, die sich für die Etablierung kämpferischer Basisgewerkschaften in diesem Land einsetzen“, so Andreas Förster, Sekretär der FAU Berlin.

Der ILO-Report: www.ilo.org/gb/GBSessions/GB312/ins/WCMS_168206/lang--es/index.htm (Empfehlungen die FAU Berlin betreffend in der englischen Fassung auf Seite 47)



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Aufruf der FAU Berlin zum 1. Mai 2011

Anarcho-SyndikalismusGeschrieben von Schwarze Katze 28 Apr, 2011 15:12:08
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Leiharbeit abschaffen!

Im Lauf des letzten Jahrhunderts wurde der Arbeitsmarkt vielfach reguliert und wenigstens seine schlimmsten Auswüchse nach langen Kämpfen der Arbeiterbewegung per Gesetz eingedämmt. Doch nur zeitweise. Denn heute werden wieder immer mehr Menschen als ArbeiterInnen zweiter Klasse behandelt: Man arbeitet für 30% oder 50% weniger Lohn als die KollegInnen, obwohl man die gleiche Leistung bringt, hat weniger Rechte und kann willkürlich vom Arbeitgeber wieder entlassen werden. Für derzeit fast eine Millionen LeiharbeiterInnen ist das Alltag.

Eigentlich müssten sie ebenso wie die Stammbelegschaften entlohnt werden, doch das gesetzlich verankerte Equal Pay-Prinzip wurden von der DGB-Tarifgemeinschaft und den christlichen Gewerkschaften (CGZP) durch spezielle Zeitarbeitstarifverträge ausgehebelt. Zumindest die Verträge der CGZP sind inzwischen hinfällig, seit der Organisation im Dezember 2010 die Tariffähigkeit aberkannt wurde. Wer nach CGZP-Tarif bezahlt wurde, hat nun einen Anspruch auf Lohnnachzahlung und Gleichbehandlung. Doch die Dumpinglohntarifverträge der DGB-Tarifgemeinschaft gelten noch immer.

Der DGB fordert nun einen Mindestlohn für die Leiharbeit. Dies könnte ein Ausweg aus von ihm selbst verschuldeten Dilemma sein – aber erneut auf Kosten der LeiharbeiterInnen. Denn ein Mindestlohn in der Leiharbeit wird immer weit unter dem Gehalt der Stammbelegschaften liegen. Genau das ist politisch gewollt, weil es die Konkurrenz auf dem gesamten Arbeitsmarkt verschärft: In der Leiharbeit geht es offensichtlich immer noch schlimmer. Doch es geht auch anders: So hat der Oberste Gerichtshof von Namibia bereits im März 2009 die Leiharbeit als Form von Menschenhandel verboten.

Wir fordern deshalb:
# Abschaffung der Leiharbeit

# Übernahme aller LeiharbeiterInnen, die es wünschen in die Entleihbetriebe

# Vollständige Nachzahlung der zum equal pay fehlenden Lohnanteile seit dem 1. Januar 2004 für alle LeiharbeiterInnen

Infos: www.leiharbeit-abschaffen.de



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Anarchosyndikalismus damals und heute

Anarcho-SyndikalismusGeschrieben von Schwarze Katze 24 Feb, 2011 14:14:52
Die zweistündige Schwarze Katze Radiosendung "Anarchosyndikalismus damals und heute" ist abgetippt online nachlesbar: http://schwarze.katze.dk/texte/as30.html
Freie ArbeiterInnen Union 2004 auf dem Friedensfest in Iserlohn. Foto: Schwarze Katze

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100 Jahre CNT

Anarcho-SyndikalismusGeschrieben von Schwarze Katze 02 Nov, 2010 09:39:03

Spanien:

100 Jahre CNT – Anarchosyndikalismus seit 1910

Am 01. November 1910 wurde im [Kulturzentrum] Círculo de Bellas Artes in Barcelona die Nationale Arbeitsföderation (Confederación Nacional del Trabajo - CNT) gegründet. Diese Organisation beerbte die 1870 gegründete Region Spanien der Ersten Internationale. Aus der Arbeiterbewegung heraus geboren, war sie die erste unabhängige Gewerkschaft in diesem Land.

In der Überzeugung, dass die „Befreiung der Arbeiter nur das Werk der Arbeiter selbst sein kann“, wurde die CNT ein Sammelbecken der populären Rebellion, die im Laufe der Geschichte jeder Macht entgegen stand. Diese Rebellion fand schon immer statt, vom ägyptischen Mittleren Königreich bis zur Französischen Revolution. Und sie war der Ursprung der geschichtlichen Entwicklung, die die Menschheit zu den Zielen Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit, Würde und Fortschritt vollzogen hat.

Die CNT begann ihre anarchosyndikalistischen Aktivitäten aus der einfachen Übereinkunft eine Arbeiterorganisation zu gründen, die unabhängig ist von politischen, religiösen und wirtschaftlichen Mächten. Dies war die Voraussetzung, um die Lebensbedingungen der Arbeiter/innen zu verbessern bis zu einem Ende der Ausbeutung. In nur wenigen Jahren hatte sie die Mehrheit der Arbeiterbewegung organisiert und dabei bemerkenswerte soziale und wirtschaftliche Siege errungen.

Als Beispiel sind zu nennen: der Acht-Stunden-Tag, die 36-Stunden-Woche, das Ende der Kinderarbeit und die Gleichberechtigung der Frauen, sowie die alltägliche Verbreitung der modernen Werte von Solidarität, Föderalismus, Ökologie, Feminismus, freier Liebe, Antimilitarismus und Atheismus. Dieser Teil ihres Erbes erreichte seinen Höhepunkt während der Sozialen Revolution von 1936 als die Utopie des freiheitlichen Kommunismus in allen befreiten Gebieten zum Leben erwachte.

Die Reaktion des internationalen Kapitalismus erlaubte es Francos faschistischer Armee diesen revolutionären Traum für hunderttausende Menschen in einen Albtraum zu verwandeln. Sie wurden nach dem erfolgreichen Staatsstreich im Jahr 1939 verfolgt, hingerichtet oder verschwinden gelassen. Doch keiner der Täter, die allesamt bekannt und einige sogar aktive Politiker sind, wurde für seine Taten in diesem Terrorregime – eines der kriminellsten der Geschichte – auch nur öffentlich angeklagt. Das haben sie dem schamlosen Pakt der nationalen demokratischen Linken (PSOE, PCE, UGT und CC.OO) mit der Franco-Diktatur zu verdanken. Diese hatten einer Kapitulation vor dem Kapital zugestimmt und damit einen Pakt besiegelt wurde, der seit 1977 „Spanische Übergangsperiode“ genannt wird.

Trotzdem haben die Leute weiterhin – oft mit ihrem Leben – die Prinzipien des Anarchosyndikalismus verteidigt: Unabhängigkeit, Selbstbestimmung, Föderalismus, Selbstverwaltung, Vereinigungsfreiheit, Solidarität und Direkte Aktion. Die Selbstorganisation bedeutet in Bezug auf die Arbeitswelt, dass jeder Einfluss von politischen Parteien bzw. von wirtschaftlichen und religiösen Institutionen zurückgewiesen wird.

Streiks, Demonstrationen, Repression und Folter waren während der Diktatur (1939-1976) alltäglich. Bis diese [nach dem Tod Francos] 1977 verschwand und die Arbeiterbewegung mit dem Wiederaufbau der CNT begann. Es gab eine jahrelange Reihe von siegreichen Arbeitskämpfen und die Massenversammlungen von Montjuich und San Sebastián de los Reyes markieren die machtvolle Wiedergeburt der Föderation in den Siebziger Jahren.

Der Fortschritt der Arbeiterbewegung, die sich erneut in der CNT selbstorganisierte und im Tankstellenstreik von 1978 beispielhaft kämpfte, rief die kapitalistische Reaktion hervor. Diesmal wurde sie unterstützt von einem demokratischen Staat und seinem institutionellen Apparat (Regierung, Parteien, Gewerkschaftsbürokratie,...). Der gewerkschaftliche Erfolg der CNT wurde von der Polizei unterdrückt (wie beim Fall „Scala“ im Jahr 1978) und zusammen mit Kampagnen des Totschweigens und der Lügenpropaganda in den Medien hatte dies zerstörerische Folgen für die Arbeiterbewegung im Land.

Die Schwächung der anarchosyndikalistischen Aktivitäten innerhalb der Arbeiterbewegung haben den Verlust von Rechten ermöglicht, die durch lange und harte Gewerkschaftskämpfe erreicht worden waren. Die Deregulierung und Prekarisierung der Arbeit wurde ermöglicht durch die schlimmste Korruption, die das Land heimsucht: die Gewerkschaftskorruption. Es handelt sich dabei um eine schleichende, offizielle Korruption, die die Gewerkschaftsbewegung in den Augen der Arbeiter/innen pervertiert. Doch sie wird grundsätzlich von allen institutionalisierten Gewerkschaften begangen, wie der [staatssozialistischen] CC.OO und der [sozialdemokratischen] UGT. Beide Yuppie-Gewerkschaften kassieren Millionen Euro an Fördermitteln vom Staat und von Unternehmen, die sie für ihren Verrat bezahlen. Daher akzeptieren diese Gewerkschaften alle Maßnahmen, die zur Verteidigung des Kapitals und seiner gesteigerten Gewinnanhäufung nötig sind: Zeitarbeit, Arbeitsmarktreformen, Aufhebung des Kündigungsschutzes,...

Trotz alledem sind weiterhin tausende Arbeiter/innen in der eigentlichen Arbeiterorganisation aktiv, die wir CNT nennen, und die ausschließlich aus unseren eigenen Mitteln aufrechterhalten wird. Das macht sie zu einem lebendigen Beispiel für klassenbewusste Gewerkschaften, die in der Lage sind Widerstand zu leisten gegen Unterdrückung, gesellschaftliche Kontrolle, ökologische Zerstörung des Planeten und alle Aspekte, die dem Kapitalismus innewohnen.

Das Jahr 2010 hat für uns eine besondere Bedeutung, denn es markiert hundert Jahre Existenz der CNT. Es ist eine Jahrhundertfeier für die Menschen und für den unschätzbar wertvollen Kampf von Tausenden, die im Laufe dieser hundert Jahre mit einem hervorragenden Werkzeug ausgestattet waren, dessen Beispiel die Arbeiterklasse auf der ganzen Welt folgen möge. Ihre eigene Kultur, die Möglichkeiten zur Selbstorganisation, die populäre Verbreitung des radikalen Kampfes und der revolutionären Errungenschaften stehen für den Aufbau einer antiautoritären und solidarischen Gesellschaft.

Diese hohen Ideale bilden den Anlass, zu dem wir euch hier und heute einladen möchten!


http://www.cnt.es

Quelle:

http://internationalworkersassociation.blogspot.com/2010/10/centenary-of-cnt-1910-2010.html


Übersetzung: Anarchosyndikat Köln/Bonn, http://anarchosyndikalismus.org



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Finger weg vom Streikrecht!

Anarcho-SyndikalismusGeschrieben von Schwarze Katze 22 Okt, 2010 08:09:00
FAU-Banner. Foto: Schwarze Katze, Friedensfest 2010

FAU-Gewerkschaften positionieren sich zur Gesetzesinitiative in Sachen
Tarifeinheit

Bereits im Sommer haben der DGB und der Arbeitgeberverband BDA eine
gemeinsame Gesetzesinitiative gestartet, mit der die vom
Bundesarbeitsgericht gekippte Tarifeinheit gesetzlich wieder hergestellt
werden soll. Diese Initiative wird nicht nur von den Fachgewerkschaften
verurteilt, sondern hat auch in den Reihen des DGB selbst für Kritik
gesorgt. Erwartet werden derzeit konkrete Schritte der Regierung und der
Parteien, die fast durchweg ihre Bereitschaft zu einem solchen Gesetz
signalisiert haben – trotz ernster Bedenken von Verfassungsrechtlern.

Nun haben sich auch verschiedene FAU-Gewerkschaften zu der
Gesetzesinitiative positioniert. Diese werten sie als einen „schweren
Angriff auf das Streikrecht und die Koalitionsfreiheit“, wie es in einem
gerade veröffentlichten Positionspapier heißt. „Durch die der BRD eigene
Verquickung von Tarif-, Streik- und Gewerkschaftsrecht würde ein solches
Gesetz die Handlungsfreiheiten von Gewerkschaften deutlich einschränken
und gegen die Verfassung ebenso wie gegen internationale Konventionen
verstoßen“, so Dörthe Stein von der FAU-Kampagne „Finger weg vom
Streikrecht!“. „Dabei ist die BRD in Sachen Streikrecht ohnehin ein
Entwicklungsland, wie die Verbote von Arbeitskämpfen der Lokführer, der
Piloten, aber auch der FAU gezeigt haben“, so Stein weiter.

Die FAU-Gewerkschaften teilen die Einschätzung, dass es bei der
Initiative um die Abwehr missliebiger Gewerkschaften geht. „Das betrifft
jedoch nicht nur die Fachgewerkschaften, sondern auch uns als FAU und
etwaige alternative Gewerkschaftsverbände“, so Stein. In dem
Positionspapier wird argumentiert, dass das BAG-Urteil ein stückweit
mehr Selbstbestimmungsmöglichkeiten geschaffen habe: „enttäuschte
Belegschaften sind nunmehr nicht länger an die Friedenspflicht eines
dürftigen Tarifvertrages gebunden“, heißt es dort. „Die Belegschaften
würden mit dem geplanten Gesetz aber mehr denn je geknebelt werden“, so
Stein, die in dem Gesetz eine Entmündigung der Arbeitnehmer sieht: „Wir
brauchen mehr Ungehorsam in den Betrieben und keine verkappte
Arbeitsfront, mit der die Beschäftigten ihre eigenen Interessen hinter
denen des Standortes zurückstellen sollen“. In diesem Kontext verweisen
die FAU-Gewerkschaften darauf, dass die Initiative in der Tradition
einer „nationalistischen Wirtschafts- und Gewerkschaftspolitik“ stehe,
die „auf Kosten der Beschäftigten anderer Länder betrieben“ werde.

„Wir werden die Entwicklung genau beobachten und richten uns schon mal
auf Widerstand ein“, so Stein. „Wenn es die Situation erfordert, werden
wir Seite an Seite mit den Fachgewerkschaften und kritischen
DGB-GewerkschafterInnen für den Gewerkschaftspluralismus eintreten.“

Das vollständige Positionspapier zum Download als PDF.

Kampagnenseite Finger weg vom Streikrecht!




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Aktiv gegen Leiharbeit

Anarcho-SyndikalismusGeschrieben von Schwarze Katze 20 Aug, 2010 21:07:49
Die Schwarze Katze führte mit Rudolf Mühland von der FAU Düsseldorf ein Interview über Leiharbeit: http://schwarze.katze.dk/texte/as08.html



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