Schwarze Katze

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Bündnis Stop G7 Elmau zieht positives Fazit über Proteste

diversesGeschrieben von Schwarze Katze 10 Jun, 2015 05:18:21
PM 08.06.15 +++ Bündnis Stop G7 Elmau zieht positives Fazit über Proteste +++

Nach sechs Tagen voller Protest zieht das Bündnis Stop G7 Elmau ein insgesamt positives Fazit aus den vergangenen Tagen. Benjamin Ruß, Pressesprecher des Bündnisses erinnert sich: “Die Voraussetzungen waren nicht immer einfach. Der entlegene Gipfelort beeinflusste die Mobilisierung, die sich lange hinziehenden juristischen Auseinandersetzungen um Protestcamp und Sternmarsch erschwerten unsere Vorbereitungen. Aber dennoch kamen tausende Menschen nach Garmisch-Partenkirchen und blieben teilweise tagelang auf den Camps und auf den Straßen.”

Cornelia Teller ergänzt: “Im Vorfeld wurde ein sehr negatives Bild von den Protesten und insbesondere dem Camp verbreitet. Aber glücklicherweise machten sich viele JournalistInnen und insbesondere auch BewohnerInnen Garmisch-Partenkirchens ein eigenes Bild. Die überwältigende Hilfsbereitschaft, freundlichen Besuche und interessanten Gespräche der AnwohnerInnen werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.”
So unterschiedlich wie die einzelnen Akteure in dem Bündnis Stop G7 Elmau, so vielfältig waren die Proteste gegen den Gipfel. Auf dem Internationalen Gipfel der Alternativen, aber auch bei den zahlreichen Kundgebungen und Reden fand ein reger Austausch mit internationalen Gästen wie Jayati Ghosh, Jean Ziegler und dem italienischen Partisanen Adelmo Cervi statt. Ein buntes Kulturprogramm mit Musikbands und einem Aktionstheater, sowie viele kleinere künstlerische Aktionen bereicherten die Proteste. An der Stop-G7-Demonstration beteiligten sich 7.500 Menschen, auch der Sternmarsch und der antimilitaristische Aktionstag waren kraftvolle, große Protestaktionen. Am Sonntag blockierten immer wieder AktivistInnen die B2, die wichtigste Zufahrtsstraße zum Gipfelort Schloss Elmau.

Simon Ernst erklärt: “Wir haben angekündigt, dass der Gipfel nicht störungsfrei ablaufen wird und dass wir blockieren werden. Und wir haben angekündigt, dass von uns dabei keine Eskalation ausgehen wird. Beides haben wir eingehalten. Die AktivistInnen agierten entschlossen, aber auch besonnen. In der einzigen Situation, in der es zu Zusammenstößen kam, ging die Eskalation von der Polizei aus.”

Der G7-Gipfel war das Treffen der RepräsentantInnen der reichsten und mächtigsten Staaten der Welt. Ohne jegliche Legitimation sollte hier über die Geschicke der gesamten Welt entschieden werden. Dabei bedeutet die Politik der G7-Staaten neoliberale Wirtschaftspolitik, Krieg und Militarisierung, Ausbeutung, Armut und Hunger, Umweltzerstörung und Abschottung gegenüber Flüchtenden.

Benjamin Ruß bilanziert: “2007 in Heiligendamm zeigte sich, dass Gipfeltreffen auf massenhaften Protest und Widerstand stoßen. 2015 gab es deutlich höhere Kosten, ein massives Polizeiaufgebotund ein repressives Vorgehen gegen die Proteste. Aber die Rechnung ging nicht auf. Die AktivistInnen sind trotz des starken Polizeiaufgebots gestärkt aus dem Protest hervorgegangen. Vom Demonstrationseinschränkungen und dem Polizeiaufgebot ließen wir uns nicht abschrecken. Die Demonstrationseinschränkungen und das Polizeiaufgebot standen nicht nur für die AktivistInnen in keinem Verhältnis zu den Protestaktionen. Gleichzeitig lehnen immer mehr Menschen die inhumane und mörderische Kriegs- und Flüchtlingspolitik der G7-Staaten ab. Die Legitimation der G7-Gipfel bröckelt. Ich bin mir sicher, es wird so einen Gipfel in der Form nicht mehr in der Bundesrepublik geben.”

Weitere Informationen zum Bündnis Stop G7 Elmau unter:

www.stop-g7-elmau.info





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G7 Aktionskonsens

diversesGeschrieben von Schwarze Katze 28 Mai, 2015 07:08:44
Aktionskonsens für die gemeinsamen Aktionen gegen den G7-Gipfel 2015 in Elmau
Quelle: http://www.stop-g7-elmau.info

Wir sind ein breites Bündnis aus vielen Teilen der Gesellschaft und haben unterschiedliche politische Einstellungen, uns eint jedoch, dass wir das Treffen der G7 als nicht legitim ansehen und einen gemeinsamen Protest und Aktionen gegen den Gipfel organisieren.

Um unserem Anliegen Nachdruck zu verleihen, werden wir verschiedene Mittel benutzen.

Dazu gehören Gegengipfel, Demonstrationen, Camps, Kundgebungen, öffentliche Veranstaltungen, Blockaden und vielfältige Interventionen.

Polizeikräfte werden dabei versuchen, uns von unseren Vorhaben abzubringen aber wir fokussieren uns nicht auf sie, denn unser Ziel ist der G7-Gipfel.

Wo möglich werden wir Polizeiketten durch- oder umfließen.
Zwar werden wir ein Zusammentreffen mit der Polizei nicht ausschließen können, aber von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen.

Während der Aktion wollen wir eine Situation schaffen, die für alle Blockierenden transparent ist und in der die AktionsteilnehmerInnen solidarisch aufeinander achten und sich unterstützten.
Wir werden unser Recht auf Demonstrations- und Meinungsfreiheit aktiv wahrnehmen und möglichen Repressionen gemeinsam entgegentreten.
Durch Einschüchterungsversuche, mögliche Demonstrations- und Campverbote sowie juristische Verfolgungen lassen wir uns nicht abschrecken.

Wir sind solidarisch mit allen Kräften die sich mit ihren Aktionen gegen den Gipfel richten und lassen uns von niemandem in verschiedene Lager spalten.
Die Teilnahme von Rassist_innen, Faschist_innen, religiösen Fanatiker_innen oder
sonstigen reaktionären Kräften in diesem Rahmen werden wir nicht dulden.



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Weltreise. Von weitgereisten Waren und Widersprüchen im Warenkorb.

diversesGeschrieben von Schwarze Katze 14 Sep, 2014 21:06:04

Wie Produkte Umweltwirkungen und Kilometer auf dem Buckel haben …

Äpfel, Bananen, Kaffee, Taschentücher, Tampons, Nordseekrabben,
Sportschuhe, Schnittblumen: Es sind **Produkte des alltäglichen
Gebrauchs, deren Werdegang das soeben im SeitenHieb-Verlag erschienene
Buch begleitet. Angefangen bei ihrer Herstellung über den Transport bis
hin zum Einkaufskorb: Fast immer tragen die „weitgereisten Waren“ einen
Rucksack sozialer und ökologischer Probleme.

Gemeinsam ist allen Texten, dass sie nicht auf einfache Slogans wie “Mit
drei Euro die Welt retten” hinauslaufen. Sie ermuntern dazu, die Augen
für die Probleme der Welt zu öffnen. Sie wollen zum Andersmachen
anstiften, ohne zu drängen, ohne eine gewisse Widersprüchlichkeit zu
leugnen. Diesen Widersprüchen nähern sich die AutorInnen auf
überraschend unterschiedliche Weise: Mal sind es Sachtexte, die
aufklären, mal Satiren, die Probleme zuspitzen. Gedichte und Geschichten
vermitteln auf gefühlvolle Weise Informationen – oder sprechen einfach
für sich.

„/Wir wollten kein nüchternes Sachbuch über Konsum machen, davon gibt es
schon genug“/, erklärt Carola Wicker, eine der MacherInnen des Buches.
Das Buch ermuntert zum Nach- und Umdenken, ohne vollständigen Verzicht
zu verlangen. /„Angesichts endlicher Ressourcen ist klar, dass sich
unser Konsumverhalten ändern muss. Aber wir erwarten nicht, dass die
LeserInnen ihr Leben komplett auf den Kopf stellen“/, sagt Franziska
Brunn. /„Wichtig ist uns, dass die Einzelnen selber einschätzen und
entscheiden, wie viel sie leisten können.“/

Das Buch aus der Reihe: Umweltzer ist eine Einladung zu einer faszinierenden Weltreise!

Weltreise. Von weitgereisten Waren und Widersprüchen im Warenkorb.
Weltreise-Schreibgruppe
ISBN: 978-3-86747-027-8
Preis: 5 Euro

Gebunden, farbiger Umschlag, 184 Seiten mit Fotos und Zeichnungen, im
handlichen Format: 14,8 x 21 cm

Herausgegeben wurde dieses Buch vom Seitenhieb Verlag . Es kann über den Aktionsversand bestellt werden.




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Anares Nord zum Ende der Amazon Preisparität

diversesGeschrieben von Schwarze Katze 30 Aug, 2013 15:53:38
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freundinnen und Freunde des unabhängigen Lesens,

diese Mail kommt außerhalb unseres regulären Newsletters. Wir nehmen
damit Stellung zu einer Entscheidung des Bundeskartellamtes, die
keineswegs nur für jene bedeutend ist, die einen Shop bei Amazon betreiben.

Nachdem das Bundeskartellamt zu Beginn dieses Jahres ein
kartellrechtliches Verfahren gegen Amazon eingeleitet hatte, in dem die
Rechtmäßigkeit der sog. Preisparitätsklausel in den Allgemeinen
Geschäftsbedingungen (AGB) von Amazon geprüft werden sollte, hat Amazon
die AGB nun geändert. Händler, die den Marktplatz nutzen, sind jetzt
also nicht mehr gezwungen, ihre Waren bei Amazon günstiger als etwa im
eigenen Onlineshop anzubieten. Und da die Steuern & Subventionen
multinationaler Firmen und - soweit es der Markt zulässt - auch die
hohen Amazon-Provisionen auf die KundInnen umgewälzt werden (da die
Preise dann den Amazon-Provisionen angepasst werden), profitieren im
Grunde alle von einer Entscheidung, die eine problematische
Marktdominanz wenigstens etwas einzudämmen versucht.

Ob der Ärger für Amazon damit schon ausgestanden ist, bleibt jedoch
offen. "Das Bundeskartellamt bewertet derzeit, ob die Maßnahmen nach
Form, Inhalt und Umfang ausreichen, das Verfahren gegen Amazon insoweit
zu erledigen", so Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts,
gegenüber boersenblatt.net. "Hierfür ist unter anderem erforderlich,
dass das Unternehmen von der Preisparität endgültig Abstand nimmt und
auch nach den Umständen keine Wiederholungsgefahr mehr besteht. All dies
ist derzeit noch Gegenstand unserer Prüfung". Nach dem bisherigen
Herumlavieren von Amazon ist diese Vorsicht begründet - tat Amazon in
den letzten Tagen doch alles, um sich nach Möglichkeit noch Hintertüren
offenzuhalten.

Anares meint: Ein überfälliger Schritt in die richtige Richtung -
Monopole, die die Preise letztlich über ihre Marktstellung/ -macht
diktieren kann niemand wollen (einschliesslich der Nebenfolgen, die
derlei nach sich zieht hinsichtlich, Stichworte wären z.B. die
Arbeitsbedingungen, Steuerflucht internationaler Konzerne, Verdrängung
kleinerer Anbieter und damit Verödung/ Vereinheitlichung des Angebotes
etc.). Wir sitzen hier nicht der neoliberalen Mär "freier Märkte" auf,
finden jedoch das Agieren und die Einflussnahme von Amazon gerade
hinsichtlich der Entwicklung der Buchbranche sehr bedenklich. Die
eindeutige Position des Bundeskartellamtes auch bezüglich einer
möglichen Wiederholungsgefahr ist daher absolut zu begrüßen.

Für viele kleinere Läden & Projekte ist dieser Schritt sicher nicht
ausreichend, und er kommt zu spät: sie haben aufgrund der Dominanz von
immer weniger immer grösseren Anbietern bereits aufgegeben. Auch Anares
stellt bekanntlich den Vertrieb zum 31.12.2013 ein (hierfür gibt es ein
Bündel von Ursachen, Amazon ist hier nur ein Aspekt - mehr dazu
demnächst in einem gesonderten Newsletter). Fazit: wer persönliche
Beratung, Engagement für eine vielfältige Buchkultur, Interventionen in
gesellschaftliche Auseinandersetzungen etc. schätzt, sollte zu den
unabhängigen Buchläden, Verlagen & Vertrieben gehen (physisch oder via
Internet) - solange es diese noch gibt!

Beste Grüße vom Anares Buch- und Medienversand
Quelle: Anares Newsletter, 30.08.13, www.anares-buecher.de
Anares - Der Internetversand für gesellschaftskritische Medien



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Unkraut

diversesGeschrieben von Schwarze Katze 10 Jul, 2012 12:12:33
Unkraut ist online: http://unkraut.noblogs.org/

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