Schwarze Katze

Schwarze Katze

Es gibt kein richtiges Leben im falschen

SozialesGeschrieben von Schwarze Katze 26 Mär, 2012 06:56:30
Das Schwarze Katze Flugblatt ist hier nachlesbar:
http://schwarze.katze.dk/texte/kap01.html
Ohne MIch AG, Stencil in Bielefeld, Foto: Schwarze Katze

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Kunst des Scheiterns

SozialesGeschrieben von Schwarze Katze 01 Nov, 2011 12:12:19
Kollektivbetriebe im Portrait

Es gibt mehr Kollektivbetriebe, als man denkt. Und es gibt viele
Betriebe, die mal ein Kollektivbetrieb waren, sich aber inzwischen - sei
es still und heimlich, oder mit einem lauten Knall - von Basisdemokratie
und Selbstverwaltung im Betrieb verabschiedet haben.

Was ist das Geheimnis funktionierender Kollektive? Und woran sind die
anderen gescheitert? Was muss frau/man beachten und wissen, um einen
Kollektivbetrieb zu gründen? Zu diesen Fragen findet man nicht viel
Literatur, aber es gibt eine Menge Menschen mit viel Erfahrung,
wichtigen Einsichten und reichhaltigem Detailwissen zum Thema 'Arbeiten
im Kollektiv'.

'Kunst des Scheiterns' will diese Schätze heben. Anhand eines Leitfadens
führen wir Interviews durch mit Menschen, die in Kollektiven arbeiten
oder gearbeitet haben. Auf kds.grupponet.org tragen wir die Ergebnisse
zusammen und versuchen sie auszuwerten und zu verallgemeinern.

Take a look at http://kds.grupponet.org !
Kunst des Scheiterns e.V.
Erfahrungen mit dem kollektiven
Wirtschaften und Ideen zur
Vorbeugung gegen Krisen...

Web: kds.grupponet.org

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Euromayday 01.05.11 Dortmund

SozialesGeschrieben von Schwarze Katze 30 Apr, 2011 18:33:46
Die Arroganz der Macht kotzt uns an und wir werden nicht müde, unsere Kritik und unsere Forderungen auf die Straße zu tragen. Der Euromayday ist eine Einladung, um gemeinsam zu kämpfen und feiern.

Die Aufstände in den arabischen Ländern zeigen uns, welche Macht der Wunsch nach einem guten Leben entfalten kann. Auch wenn wir heute noch nicht wissen wie sie ausgehen werden, begrüßen wir sie als Ermutigung diese Welt die wir selbst sind, auch selbst zu gestalten.

Wir brauchen keine Politiker, die uns sagen was gut für uns ist. Das wissen wir selbst. Wir brauchen keine Unternehmen, die uns sagen was wir kaufen sollen, und unsere Ideen, Wünsche und Bedürfnisse in eine Geschäftsidee verwandeln. Wir brauchen keine Arbeit sondern ein Einkommen, denn Arbeit haben wir genug.

Mit den Zumutungen unseres Lebens haben wir auf unterschiedliche Weise zu kämpfen. Das Fehlen von Sicherheiten und Garantien verbindet uns dabei. Ob wir aktuell von einer Betriebsschließung bedroht oder schon erwerbslos sind. Ob wir keinen Aufenthaltsstatus haben oder ob wir als neue Selbständige unser unternehmerisches Selbst vor uns her treiben. Die Forderung „Her mit dem schönen Leben!“ lässt uns gemeinsam werden. Der Euromayday ist die Aufforderung an Euch, dieses positive Gemeinsame zum Schwingen und Tanzen zu bringen. Das meinen wir durchaus wörtlich.

Wir wollen kein Klagelied singen, sondern Vorschläge zu einem anderen Gebrauch des Lebens machen. Darum bringt eure Ideen und Forderungen mit – bunt und unübersehbar. Ihr seid alle willkommen!

Wir wollen auch zu aktuellen Konflikten in der Stadt Dortmund Stellung nehmen. Zu fehlenden Freiräumen, zu Vertreibungen, zur Verwandlung der Stadt in ein Unternehmen und zu Nazis. Die diesjährige Demo-Route von der Nordstadt ins Westviertel wird uns dazu Gelegenheit geben.

Her mit dem schönen Leben!

Um 14 Uhr, am Nordmarkt

Weitere Infos: http://euromayday.noblogs.org

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Die schlesischen Weber

SozialesGeschrieben von Schwarze Katze 06 Apr, 2011 14:56:34
Die schlesischen Weber
Heinrich Heine
(1797 - 1857)

Im düstern Auge keine Träne
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten
In Winterskälte und Hungersnöten;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt -
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
Den unser Elend nicht konnte erweichen
Der den letzten Groschen von uns erpreßt
Und uns wie Hunde erschiessen läßt -
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
Wo jede Blume früh geknickt,
Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt -
Wir weben, wir weben!

Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
Wir weben emsig Tag und Nacht -
Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch,
Wir weben, wir weben!




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Forderung nach Nulltarif

SozialesGeschrieben von Schwarze Katze 20 Dez, 2010 08:01:16
Die Kampagne Nulltarif hat folgende Forderungen: Mobilität sollte keine Frage des Geldbeutels sein. Statt Fahrpreiserhöhung: Nulltarif sofort!

Die FAU Düsseldorf hat ein Interview mit der Kampagne Nulltarif geführt.

Auf das Logo der Gruppe klicken und du kommst somit auf ihre Seite.

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Sanktionsmoratorium

SozialesGeschrieben von Schwarze Katze 27 Aug, 2010 22:05:05
Das Bündnis für ein Sanktionsmoratorium setzt sich dafür ein, dass Hartz IV Empfänger nicht länger Sanktionen unterworfen sind. Infos über diese unterstützenswerte Forderung gibt es auf folgender Webseite: www.sanktionsmoratorium.de

Ohne (M)Ich AG, Foto: Schwarze Katze, fotografiert an einer Häuserwand in Bielefeld

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Kritik an 1 Euro Jobs

SozialesGeschrieben von Schwarze Katze 23 Mai, 2010 10:55:41
Die Landesgartenschau Hemer 2010 GmbH beschäftigt 1 Euro Jobber. Ob das zusätzliche Arbeiten sind, wie im Gesetz vorgeschrieben, ist die Frage. Eine gewinnorientierte Gesellschaft mit beschränkter Haftung sollte eigentlich ihre Leute regulär bezahlen können statt auf Mittel der Sozialversicherung zurückzugreifen. Ausserdem fällt für die von 1 Euro Jobbern mit verrichtete "Stadtbildpflege" ein grösseres Arbeitsvolumen an, da viele LGS Besucher viel auf den Boden fallen lassen. Besonders negativ fallen die Verpackungen des neuen McDonalds auf, die überall rumfliegen. Wie wäre es damit diese in den Mülleimer zu werfen oder McDonalds ganz zu meiden? Dann müssen zwangsverpflichtete Arbeitslose auch keinen Müll aufheben. In Iserlohn gab es übrigens 2005 eine Strassentheateraktion gegen "Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung". Mehr...

Flugblatt der Montagsdemo Iserlohn
Unter dem Titel "Zwangsarbeit im Stalag VI A in Hemer" wurde bei der Montagsdemo in Iserlohn ein Flugblatt verteilt. Im folgenden zitieren wir einen Absatz daraus:

"Sie sind nur die billigsten Arbeitskräfte im Dienst der "Allgemeinheit". Wir haben uns an sie gewöhnt. Und darüber das Denken vergessen. Spätestens, wenn die Kassen aufgemacht werden, wird sich zeigen, dass auch der Einsatz von 1-€-Jobber bei der LSG nicht gemeinnützig,sondern rechtswidrig ist und nach derzeit geltender Rechtslageden Straftatbestand von Sozialleistungsmissbrauch erfüllt. Die Landesgartenschau in Hemer verfolgt rein kommerzielle, keine„gemeinnützigen“ Interessen. Wer nicht bezahlt, kommt nicht hinein. Damit reiht sich Hemers Bürgermeister Esken nahtlos in die Reihe derer ein, die sich (und/oder ihre Behörde) an der kranken Hartz IV- Gesetzgebung bereichern. Nur das Abartige daran ist: in Hemer werden wieder Zwangsarbeiter auf dem Gebiet des Stalag 6a zum Einsatz genötigt."

So nicht!
Ob das rechtswidrig ist oder nicht, wird sich erst zeigen, wenn ein 1 Euro Jobber gegen seinen Einsatz klagt. Dies ist allerdings aus Angst vor Schikanen der ARGE in solchen Fällen recht unwahrscheinlich. Den Vergleich mit dem Stalag VI A würden wir in dieser Form nicht machen, da das Stammlager VI A ein Sterbelager war, in das die völlig entkräfteten Zwangsarbeiter ihre letzten Tage verbringen mussten. 1 Euro Jobs sind zwar nicht potentiell tödlich wie im 3. Reich, aber beides ist de facto Zwangsarbeit und daher abzulehnen. Wer einen 1 Euro Job ablehnt, dem droht ein Drittel Kürzung beim ohnehin geringen Hartz IV Satz. Bei der zweiten Ablehnung beträgt die Kürzung zwei Drittel und bei der dritten gibt es gar kein Geld mehr. Also ist Arbeiten für einen Euro die Stunde "offiziell" freiwillig, de facto aber nicht. Die grundsätzliche Kritik an 1 Euro Jobs in dem Flugblatt der Montagsdemo ist löblich, aber den Vergleich mit Konzentrationslagern durch die Zwischenüberschrift "Armut macht eben nicht frei" und den Abdruck des Fotos der Aufschrift des KZ Buchenwald Tores "Jedem das Seine" finden wir in diesem Zusammenhang daneben. Der faschistische bzw. protestantistische Arbeitsethos ist zwar derselbe, aber es gibt auch Unterschiede: Die Landesgartenschau stellt sich durch das Zulassen der Ausstellung über das Stalag VI A der dunklen Vergangenheit. Ein 1 Euro Job auf der Landesgartenschau ist zwar eine Einschränkung der persönlichen Freiheit durch unterbezahlte Arbeit und die verlorene Lebenszeit und de facto Zwangsarbeit, aber das LGS-Gelände ist kein Konzentrationslager. Bei aller Sympathie für das soziale Anliegen der Montagsdemo und bei aller berechtigten Kritik an 1 Euro Jobs: So nicht!

Schwarze Katze, http://schwarze.katze.dk

Quelle: Terminseite Sauerlandpark


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