Schwarze Katze

Schwarze Katze

Putins Kalter Krieg

AntibolGeschrieben von Schwarze Katze 09 Feb, 2017 09:35:01
ZDFzoom: Putins Kalter Krieg. Ein russischer Spion packt aus.
Lügenkampagnen, psychologische Manipulationen und Unterwanderung – Methoden eines neuen Kalten Krieges. So soll der Westen destabilisiert werden.
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-putins-kalter-krieg-100.html
Der grinsende Diktator Wladimir Putin mit russischer Fahne im Hintergrund. Quelle: www.kremlin.ru, Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)

  • Kommentare(0)//schwarze.katze.dk/#post453

Gefangenengewerkschaft / Bundesweite Organisation

SozialesGeschrieben von Schwarze Katze 06 Feb, 2017 15:58:00
Die Gefangenengewerkschaft / Bundesweite Organisation fordert bessere Arbeitsbedingungen in den Gefängnissen. Weitere Infos: https://ggbo.de/


  • Kommentare(0)//schwarze.katze.dk/#post452

Statement zum Schwerpunkt „Siegerjustiz“ in der Rote Hilfe Zeitung 4/2016

AntibolGeschrieben von Schwarze Katze 03 Feb, 2017 16:45:31
ABC (Anarchist Black Cross) Dresden kritisiert die totalitäre autoritärkommunistische Ideologie im Rote Hilfe Schwerpunkt "Siegerjustiz" und geht auf Repression im Unrechtsstaat DDR ein: https://abcdd.org/2017/02/03/statement-zum-rote-hilfe-schwerpunkt-siegerjustiz-in-der-zeitung-nr-4-2016/
Die DDR ehrte den Verbrecher Josef Stalin mit einer eigenen Briefmarke. Fehlen durfte dabei natürlich nicht das Unterdrückersymbol der roten Fahne.

Die Rote Hilfe Dresden hat die DDR-verherrlichende Rote Hilfe Ausgabe ebenfalls kritisiert: https://rotehilfedresden.noblogs.org/post/2017/01/12/ausfuehrliches-statement-zum-schwerpunkt-der-rhz-42016/



  • Kommentare(0)//schwarze.katze.dk/#post451

27. Friedensfest in Iserlohn

FriedensfestGeschrieben von Schwarze Katze 22 Jan, 2017 12:13:49
27. Friedensfest
Vom 07.-09.07.17 findet das 27. Friedensfest in Iserlohn statt. Diesmal findet das Umsonst und Draussen Festival anders als im Vorjahr am üblichen Platz an der Bauernkirche statt. Ebenfalls anders als 2016 wird das Friedensfest wieder zeitgleich zum Schützenfest des IBSV (Iserlohner Bürger Schützen Verein) stattfinden. Die Stadt Iserlohn hat zugesagt, dass der Platz bis dahin wieder in Ordnung sein wird und dass die Bauarbeiten beendet sind.

Musikprogramm
Am Samstag, 21.01.16 fand die zweite Runde der Bandauswahl statt. Aus 140 Musikgruppen, die bereit waren, ohne Gage aufzutreten, wurden 13 Bands ausgewählt. Heimische, überregionale Bands und eine Musikgruppe aus Großbritannien werden kommen.

Veganes Essen
Auf dem Friedensfest wird es unter anderem auch veganes Essen von Marls & Mathildas Genusswerkstatt geben.


  • Kommentare(0)//schwarze.katze.dk/#post450

Frauen sollen dankbar sein statt immer mehr zu wollen

ReligionGeschrieben von Schwarze Katze 14 Jan, 2017 18:33:04
Frauen sollen dankbar sein statt immer mehr zu wollen
Die Neuapostolische Kirche stellt ihr reaktionäres Frauenbild offen zur Schau
Fotos und Bericht: Schwarze Katze, 05.01.17


Die Neuapostolische Kirche (NAK) hat ein biblisch-antiquiertes Frauenbild. In einem Schaukasten vor ihrer Kirche in Hemer ist das Bild einer Frau zu sehen und darunter der Spruch "Ich schaffe es ...jeden Tag etwas dankbar zu sein, statt immer mehr zu wollen. Mit Christus. Neuapostolische Kirche"

Also sollen Frauen keine Forderungen stellen, nicht "immer mehr" wollen, sondern sich mit dankbar sein zufrieden geben. Das ist ein typisch rückständig-christliches Frauenbild, wo Frauen den Männern im Allgemeinen und insbesondere dem Mann Jesus Christus dankbar sein sollen, also sich dem Mann unterwerfen. Durch solche Plakate wird ein passives dienendes Rollenbild der christlichen Frau zementiert. Das Unterwerfen der Frau und der Verzicht auf eigene Forderungen wird durch den Zusatz "Mit Christus" als göttlicher Befehl ausgegeben. Worauf läuft es hinaus? Frauen sollen keine eigenen Forderungen stellen und sich dem Mann unterwerfen.

Das ist ein typisch rückschrittliches christliches Frauenbild, was dieses Plakat aussagt. Es ist ausserdem ein eindeutig reaktionäres Frauenbild der Neuapostolischen Kirche, welches auch in vielen anderen christlichen Kirchen anzutreffen ist. Dieses Plakat allein ist schon Grund genug der christlichen Ideologie den Rücken zu kehren.

"Ich schaffe es ...jeden Tag etwas dankbar zu sein, statt immer mehr zu wollen. Mit Christus".
Frauenbild der Neuapostolischen Kirche. Foto: Schwarze Katze, 05.01.17
Eindeutiges reaktionäres Plakat mit Kirche im Hintergrund.
Foto: Schwarze Katze, 05.01.17

Das altertümliche Frauenbild der Neuapostolischen Kirche hat sich seit über 100 Jahren nicht geändert, wie das NAK-Plakat von 2017 und das in einer NAK-Zeitschrift veröffentlichte Gedicht "Das Nullchen" von 1912 zeigt, worin die Frau als Null und der Mann als die Numer Eins bezeichnet wird:

Das Nullchen
Neuapostolische Rundschau 1912, Nr. 7, S. 40

Wie oft geschieht es in der Welt,
dass man als Null die Frauen zählt.
Gar viele schätzen sie gering,
denn >Null< ist ein gar wertlos Ding.
Es geht auf dieser Lebensbahn
als Nummer Eins der Mann voran,
im Sturmgetös, beim Sonnenschein,
die Null folgt immer hinterdrein.
Doch seid nur still und seht es ein,
der Wert der Null ist doch nicht klein;
Steht sie nur auf dem rechten Platz,
so ist die Null ein großer Schatz.
Eins ist der Mann und Null das Weib,
ich sag's nur so zum Zeitvertreib.
Eins ist nicht viel, doch sollst du sehn:
Ein Nullchen dran, sie bilden zehn.
Die Null hat Nummer Eins erhöht,
weil sie hübsch hinterm Einer steht;

Doch möcht das Nullchen vorne sein:
Und stünd' der Einer hinterdrein,
so gibt es ein verkehrtes Ding
und beider Wert wird dann gering.


Siehe auch den Schwarze Katze Artikel "Frauen sollen den Mund halten":
http://schwarze.katze.dk/#post416

  • Kommentare(0)//schwarze.katze.dk/#post449

Good Night White Pride

AntifaGeschrieben von Schwarze Katze 07 Jan, 2017 08:26:20


  • Kommentare(0)//schwarze.katze.dk/#post448

Neue Blogkategorie: Antira

AntiraGeschrieben von Schwarze Katze 04 Jan, 2017 13:46:27
Schwarze Katze Blogkategorie Antira:
http://schwarze.katze.dk/#category22

In den Blogkategorien sind nicht die Artikel auf der Webseite, sondern nur die Blog-Texte seit 2010 enthalten. Die Antira-Artikel auf der Webseite sind wie gewohnt auf der Themenseite Antira: http://schwarze.katze.dk/doku/antira.html

Übrigens ist Islamkritik kein Rassismus, da es Religion und nicht Herkunft kritisiert. Daher sind die islamkritischen Texte auch nicht in die Antira Rubrik.

  • Kommentare(0)//schwarze.katze.dk/#post447

KORSO Grußwort zum Jahreswechsel 2016/2017

ReligionGeschrieben von Schwarze Katze 03 Jan, 2017 22:31:19
Helmut Fink, der Vorsitzende vom Koordinierungsrat säkularer Organisationen, dem Bündnis von Interessenvertretungen konfessionsfreier Menschen in Deutschland hat am 01.01.16 folgendes Grußwort zum Jahreswechsel veröffentlicht:


Grußwort des KORSO-Vorsitzenden zum Jahreswechsel 2016/2017

Selten in der jüngeren Vergangenheit war ein Jahreswechsel mit so viel Unsicherheit beladen wie dieser: Weder die Spitze der führenden Weltmacht noch die Verfassung des politischen Europa noch die deutschen Befindlichkeiten zu Beginn eines Wahljahres sind dazu angetan, besondere Hoffnung auf stabile Verhältnisse und menschlichen Fortschritt zu nähren.

Im säkularen Rahmen bleibt uns jedoch nichts anderes übrig, als die Spielräume für Aufklärung und Humanismus zu nutzen, wo immer sie sich bieten. Eine Berufung auf höhere Mächte steht uns nicht zur Verfügung. Vernunft und Menschlichkeit bleiben unsere Ideale, obwohl auch sie verdreht und missbraucht werden können.

Vielleicht ist es gerade zu Beginn des Luther-Jahres ein erhellender Gedanke für freie Geister, dass wir alle der Vernunft unmittelbar unterstehen und unvermittelten Anteil an ihr haben. Wie einst die heilsvermittelnde Wirkung des katholischen Klerus von Luther kritisiert und seine Legitimation in Zweifel gezogen wurde, so sehen wir heute auch säkulare Funktionäre unter Rechtfertigungsdruck: Viele Menschen bedürfen ihrer Vermittlungsleistungen offenkundig nicht und finden ihren eigenen Weg, selbstbestimmt und ungebunden. Wer wollte ihnen das verdenken?

KORSO

Die säkularen Organisationen können die Gesellschaft nur dann nachhaltig bereichern, wenn sie einladend und einbeziehend wirken, offen und transparent agieren, und sich nicht gegenseitig geringschätzen und blockieren. Im KORSO-Vorstand ist in den letzten Jahren eine Kultur des Miteinanders über Verbandsgrenzen hinweg gelungen, die produktiv ausstrahlen könnte. Vorhandene Unterschiede in Zielen und Strategien, in Größe und Anspruch, in Geschichte und Identität werden dabei offen angesprochen und respektvoll anerkannt. Gemeinsames kann gefördert werden, ohne Trennendes zu verleugnen.

Im KORSO können wir im abgelaufenen Jahr auf eine erfolgreiche und produktive Klausur im Juni in Klingberg zurückblicken. Sie hat gute Grundlagen gelegt für ein behutsames Agieren des KORSO, das keiner Mitgliedsorganisation schadet. Und wir blicken voraus auf eine erstmalige Pressekonferenz zum Jahresanfang am 13. Januar in Berlin.

Aus Sicht der säkular denkenden Bürger, seien sie agnostisch oder atheistisch, freidenkerisch, freigeistig oder humanistisch geprägt, kommt es sicherlich eher auf den Inhalt an, auf die „Botschaft“ und den Kontakt zu Gleichgesinnten, als auf die organisatorische Hülle oder gar die Eigeninteressen einzelner Organisationen. Daher muss es kein Schaden sein, wenn es in der „säkularen Szene“ viele unabhängige Aktivitätszentren gibt. Sie können nebeneinander bestehen und Vielfalt garantieren. Normierung ist unsere Sache nicht, und – pathetisch gesprochen – der Geist der Aufklärung und des Humanismus weht, wo er will.

An vielen Orten können säkulare Kräfte Sinnvolles bewirken, ob in großem oder in kleinem Rahmen, ob haupt- oder ehrenamtlich, ob in theoretischer oder praktischer Arbeit. Engagement bleibt sinnvoll. Es gibt keinen Grund, sich dabei bevormunden oder in falsche Abhängigkeiten bringen zu lassen. Wer im Diesseits verhaftet ist, darf sich zum selbstbestimmten Denken befreit fühlen.

Das kalendarische Angebot des Neuanfangs zum Jahreswechsel kann uns Anstoß sein, wo nötig neue Schwerpunkte zu setzen und den Ausläufern nachwirkender Kausallinien erhobenen Hauptes zu begegnen. Wer im Inneren verwirklichen kann, was er nach außen verkündet, und wer vorleben kann, was er von anderen erwartet, ist für das neue Jahr gut gerüstet. Denn persönliche Glaubwürdigkeit ist auch für Ungläubige eine Tugend. Lasst uns als Säkulare auch 2017 dem menschlichen Fortschritt dienen!



  • Kommentare(0)//schwarze.katze.dk/#post446

Warum mir die Gender­ Schreibweise nicht gefällt

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 02 Jan, 2017 05:46:29
Warum mir die Gender­ Schreibweise nicht gefällt
Josef Swoboda
gai dao # 72


Anmerkung: Es ist in der Gai Dào üblich, Personenbezeichnungen mit * zu gendern. Der Autor dieses Artikels hat für die Gai Dào eine Rezension geschrieben und dabei statt der
Sternchen-Schreibweise abwechselnd weibliche und männliche Formen verwendet. Dies wurde von Menschen aus der Redaktion jedoch kritisiert. Daraus entstand eine Diskussion, zu der der folgende Text ein Beitrag ist. ---- Ziel unserer Bemühungen in Bezug auf die Geschlechterfrage sollte es sein, dass das Geschlecht bzw. die sexuelle Orientierung einer Person für deren gesellschaftliche Rolle komplett irrelevant wird. Dass man also nicht länger zuerst als Frau, Mann, Lesbe usw. wahrgenommen, in bestimmte Schubladen gesteckt und dadurch in seinen Handlungsmöglichkeiten festgelegt und eingeschränkt wird. So würde wirkliche Individualität überhaupt erst ermöglicht.

Wenn man die heutige Situation mit der vor 50 oder 100 Jahren vergleicht, sind die westlichen Gesellschaften diesem Ziel schon ein Stück näher gekommen - wenn es auch noch lange nicht erreicht ist. Wahrscheinlich kann es auch ohne die Überwindung des Kapitalismus und der Herrschaft allgemein gar nicht erreicht werden. Jedenfalls scheint mir die in der Gai Dào und in anderen Szenepublikationen verwendete Gender-Schreibweise kein sinnvolles Mittel zu sein, um diesem Ziel - der Überwindung von Einschränkungen der individuellen Handlungsmöglichkeiten aufgrund des Geschlechts - näher zu kommen.

Verewigung von Identitäten

Erstens missfällt mir an der Gender-Schreibweise, dass sie geschlechtliche Identitäten betont und hervorhebt, was deren Überwindung entgegen zu wirken scheint. In bestimmten Kontexten kann eine solche Hervorhebung sinnvoll sein. Wenn z.B. eine Wissenschaftlerin in einem Krankenhaus einen Vortrag hält und diesen mit "liebe Ärztinnen und Ärzte" beginnt, so stellt sie damit klar, dass in einem in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch als "männlich" gesehenen Berufsstand auch viele Frauen arbeiten und dass sie sich selbstverständlich an alle Anwesenden wendet. Wenn sie aber nun im weiteren Fortgang ihrer Rede bei jeder Erwähnung der Berufsbezeichnung durch entsprechende Gender-Formulierungen herausstellt, dass es davon männliche und weibliche Vertreter und auch solche gibt, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen, dann kippt die anfängliche Intention ins Gegenteil. In dem Vortrag geht es ja um medizinische Fachfragen, für die das Geschlecht überhaupt keine Rolle spielt. Anstatt zur Abschaffung trägt man so eher zur Aufrechterhaltung der Geschlechterdifferenz bei. Noch deutlicher wird diese Tendenz bei in letzter Zeit modischen Begriffen wie "FLTI" oder "LGBT". Für letztere - "lesbians, gays, bisexuals, transgender" - gab es früher das schöne Wort "queer": Hier war jeder angesprochen, der, aus welchen Gründen auch immer, nicht in das vorherrschende heterosexuelle Raster passte. Aus irgendwelchen Gründen wurde diese Bezeichnung aber durch dieses sperrige Kürzel ersetzt, welches anscheinend sicher stellen soll, dass jede Sonderidentität auch als solche gewürdigt wird. Anstatt der Abschaffung des Schubladendenkens haben wir es hier also mit einer Multiplikation der Schubladen zu tun!

Bürokratismus


Zweitens erinnern mich Texte mit Gender-Schreibweise immer ein wenig an Formulare, wie man sie auf Ämtern bekommt. Das Gendern verkompliziert die Formulierung, ist im Schriftbild unschön und in der gesprochenen Sprache holprig. Um zuverlässig auszuschließen, dass sich an irgendeiner Stelle jemand ausgeschlossen fühlt, wird auf Flüssigkeit und sprachliche Eleganz verzichtet. Bürokratische Texte vom Jobcenter, der Krankenkasse etc. sind so formuliert, damit spitzfindige Advokaten in ihnen keine Lücken entdecken, durch die sie die Intention des Textes aushebeln und Vorteile für ihren Mandanten herausschlagen können. Ich denke, unsere Vorstellung von Emanzipation sollte nicht die der Rechtsanwälte sein. Lasst uns andere Wege finden, um klar zu machen, dass wir niemanden aufgrund des Geschlechts ausschließen oder diskriminieren wollen.

Vereinheitlichung und Anti-Individualismus


Wenn das Gendern in einer Zeitschrift zur verbindlichen Norm erhoben wird, werden dadurch alle Texte in gewisser Weise stilistisch vereinheitlicht. Die Autorinnen und Autoren müssen sich dieser Regel unterordnen und ihr gegebenenfalls einen Teil ihrer individuellen Ausdrucksweise opfern. Ich finde, dass eine solche Vorgehensweise dem Geist einer anarchistischen Zeitung widerspricht. Es sollten verschiedene sprachliche Umgangsweisen mit dem Geschlechter-Problem zugelassen werden und man sollte Beiträge eher danach beurteilen, ob sie inhaltlich der Befreiung des Individuums von aller geschlechtlichen und sonstigen Beschränkung dienlich sind oder nicht.

Was nun?


Wodurch soll aber die Gender-Schreibweise ersetzt werden? Tja, so genau weiß ich das auch nicht. Im Prinzip finde ich es gut, dass es eine allgemeine, geschlechtsneutrale Form gibt, die man verwenden kann, wenn das Geschlecht in dem betreffenden Kontext nicht relevant ist. Nur dummerweise ist diese allgemeine Form im Deutschen zugleich die männliche. Ich habe keinen guten Vorschlag, wie man mit diesem Problem umgehen soll. In meinen eigenen Texten verwende ich normalerweise die männliche/allgemeine Form, darauf hoffend, dass es der Leserin durch den Kontext klar wird, dass hier Frauen und geschlechtlich nicht festgelegte Leute mit gemeint sind. Manchmal streue ich weibliche Formen ein, z.B. bei Aufzählungen: "Die Bewegung setzt sich aus Arbeiterinnen und Bauern, Schülern und Studentinnen zusammen". Wirklich abwechselnd weibliche und männliche Formen zu verwenden, wie ich es in der Crimethinc-Rezension gemacht habe, ist im Grunde auch schon wieder zu pedantisch und umständlich. Ich habe dies als Annäherung an eure Gender-Schreibweise so gemacht, in der Hoffnung, dass der Artikel unbeanstandet durchgeht. Es war ein fauler Kompromiss, der viele der von mir oben ausgeführten Mängel teilt und den ihr natürlich sofort erkannt und beanstandet habt.

Letztendlich ist die Überwindung der vorherrschenden Geschlechterkategorien nicht primär eine sprachliche, sondern vor allem eine praktische Frage. Es braucht eine allgemeine gesellschaftliche Umwälzung, in der sich, zugleich mit allen anderen menschlichen Beziehungen, auch die Verhältnisse der Geschlechter freier und vernünftiger gestalten werden. Im Zuge dieser Umwälzung werden sicher auch neue sprachliche Ausdrucksformen entstehen, die den neuen Verhältnissen angemessen sein werden. Solange es diese Umwälzung oder auch nur eine ernsthafte Bewegung zu ihrer Vorbereitung nicht gibt, bleibt uns wahrscheinlich nur die Wahl, einen Knoten in die Zunge zu bekommen oder sich den Vorwurf gefallen zu lassen, ein wenig patriarchal daher zu reden. Angesichts dieses Dilemmas werbe ich für etwas mehr Toleranz und spreche mich dagegen aus, allgemein verbindliche Sprachregelungen aufzustellen.



  • Kommentare(0)//schwarze.katze.dk/#post445

Anarchismus und Kultur

libertärGeschrieben von Schwarze Katze 27 Dez, 2016 05:53:15
Anarchismus und Kultur?
Schwarze Katze
http://schwarze.katze.dk/texte/a24.html

  • Kommentare(0)//schwarze.katze.dk/#post444
« ZurückWeiter »