Schwarze Katze

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Antipat

diversesGeschrieben von Schwarze Katze 31 Aug, 2010 10:54:24
Man(n) macht halt was man(n) will!
Über männliches Verhalten und dessen Folgen

Schwarze Katze
It´s not just boys fun issue # 2 - Anarchist Black Cross tribute issue

Unterdrückung fängt schon mit (für die meisten Männer unerheblichen) kleinen Dingen an. Schon Kommunikation kann eine massgebliche Rolle spielen. Das männliche Sprachverhalten ist gemeinhin dominanter. Dies äussert sich durch nicht ausreden lassen, sich überheblich benehmen, den Macker raushängen lassen, Themenbereiche, die die Frau anschneidet, runterzuspielen...

Nicht nur Sprachverhalten kann geschlechtsspezifisch, und damit anti-emanzipatorisch gedeutet werden, es betrifft auch Gestik, Mimik, die ganze Haltung also.

Während die Körpersprache der Männer auf Distanz aufbaut (sich wie ein Pfau zu halten, versuchen einen harten Eindruck zu hinterlassen, breitbeinig sitzen, mit dem Körper mehr Platz einnehmen...) verhalten sich Frauen eher passiv (scheuer Blickkontakt, eingeengte Körperhaltung, konstantes Lächeln...).
Woran liegt das?

Geschlechtsspezifische Erziehung heisst das Zauberwörtchen.
Geschlechtsspezifische Erziehung ist wenn die Eltern dem Sohn verbieten mit Puppen zu spielen weil das zu weiblich ist. Oder wenn Eltern sagen, dass ihre Tochter sich nicht dreckig machen soll, weil das Mädchen einfach nicht tun. Dadurch erst werden Mädchen zu Mädchen gemacht und Jungen zu Jungen. Es gibt keinen rationalen Grund warum Frauen für Männer putzen sollten. Oder?

Was kann ich als Frau tun um dem zu entgehen?
Gar nichts!!! Dieses Verhalten ist zu fest in den Menschen verwurzelt als das mensch sagen könnte, dass er/sie dem einfach entgehen will. Das einzige was dagegen hilft ist sich als Mann immer wieder vor Augen zu führen, dass man(n) unterdrückt. Doch Frauen müssen auch sehen, dass sie unterdrückt werden.

Kann ich mich denn gar nicht wehren?
Doch - wehren ist immer drin. Egal, was passiert ist, ob du nun belästigt worden bist, angegrabscht, geschlagen, gemobbt, vergewaltigt oder anders erniedrigt, das wichtigste ist, dass du damit nicht alleine bleibst. Veröffentliche es, schrei ganz laut, mach auf dich aufmerksam. Die Hauptsache ist, dass es andere mitkriegen. Das kann mit Sicherheit schwer werden, aber es ist der einzige (gewaltfreie) Weg, den du wählen kannst. Wenn du gar nicht gewaltfrei bist, stehen dir natürlich mehr Möglichkeiten zur Verfügung...

Organisiert euch
Wehrt euch
Schlagt zurück

Schwarze Katze, Postfach 41 20, 58664 Hemer, http://schwarze.katze.dk

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